Ratio Floreat

 

 

Tilgung staatlicher Schulden

Nach Adam Smith werden, wollen und können die Staaten ihre Schulden nicht tilgen. Der heutige Verschuldungsexzeß  ist ein Indiz für alle Finanzmarktstrategen, die Welt durch unbezahlbare Schulden zu beherrschen.Zur Schuldenkrise habe ich bisher noch keine brauchbaren Vorschläge ausgemacht. Die Leser und die politisch tätigen Journalisten in der FAZ halten sich dabei sehr zurück. Sie können bisher kein einziges Rezept oder Konzept zur Bewältigung der Schuldenkrise anbieten. Was wollen sie auch unternehmen gegen die großen Haushaltslöcher und gigantischen Schuldenberge? Hier kommt die Ohnmacht vor der Macht des Geldes.  

 

Offene und verschlossene Ehe

Otto Waalkes, einundsechzig,

Komiker und seine Frau,

Leben offen und ganz prächtig,

Sexuell befreit genau,

Tauschen ihre Partner einig,

Immer, wenn die Lust sich rührt;

Und sie sind auch nicht scheinheilig,

Offen gestanden, angerührt.

Mit dem Partner tauschen sie,

Alles aus, was sie so quält;

Dabei streiten sie sich nie,

Keiner um die Liebe fleht.

Lothar Matthäus ist Pendant,

Prominent, wie Blödel-Otto;

Aber er ist ein Pedant,

Verschlossenheit ist sein Motto.

Seine Ehe fällt in Scherben,

Weil die Frau einfach fremd ging;

Könnte jemand für ihn werben,

Weibliches, das wär‘ sein Ding.

Warum scheitern manche Ehen,

Andere die halten dicht;

Manche haben Leid und Wehen,

Ihnen fehlt ganz einfach Licht;

Denn sie leben voll im Dunkeln,

Lassen über sich noch munkeln,

Kennen nur das Wort Verzicht.

 

Das Kreuz mit dem Sex

Männer wollen, aber können nicht;  

Frauen können, aber wollen nicht.

Was ist bloß los in dieser Welt,

Daß Sex nicht mehr zusammenhält?

Männer lassen sich leicht ein

In den Sex mit einer Frau,

Schalten ab den Streß ganz fein,

Wollen auch keinen Sexstau.

Frauen müssen erst abschalten,

Lassen Sex nicht immer zu,

Wollen ihn kräftig verwalten,

Meistens brauchen sie die Ruh‘.                        

Botenstoffe stimulieren,  

können auch wohl hemmend sein;

Lust im Kopf muß stets vibrieren,

Will entgehen man der Pein.

Reize muß man fabrizieren,

Sonst bleibt man einsam allein;

Keiner soll sich echauffieren,

Fliehen aus nötigem Sein.

Fragt der Mann: „Warum denn nicht?“

Fragt die Frau: „Muß das denn sein?“

Und so leisten sie Verzicht,

Flößen Unlust dem Sex ein;

Spannung bleibt darum bestehen,

Wie die Sünd‘ in einem fort,

Liebe muß dabei vergehen,

Wenn man stumm bleibt ohne Wort

.Doch es ist noch nichts verloren,

Geduldig nur muß man wohl sein;

Manche Frau steigt neu geboren

Mit Lektüre in den Sex ein.

Die Lust muß stets im Kopf beginnen,

Sonst bleibt sie draußen vor der Tür;

Lustlosigkeit kann dann zerrinnen,

Manchmal hilft aber auch ein Bier,

Entfernt die Schranken im Gehirn,

Weckt Sehnsüchte, die ganz latent

Verschüttet sind hinter der Stirn,

Die jedoch wie ein Patent

Entschlüsseln sexuellen Zwirn.

Gegensätze zieh’n sich an

In der Sprache und im Ton;

Die Begierde kommt voran,

Und der Sex ist dann ihr Lohn.

Zeit muß man für Sex schon haben

Und die Lust auch noch dazu,

An Intimität sich laben,

Danach gibt’s entspannte Ruh‘.

Geschlechtsverkehr beide entzücke,

Nicht nur den Mann, auch wohl die Frau,                         

Denn beide sind in ihrem Glücke

Selbstverwirklicht ganz genau.  

 

Fehler

Angenehm ist uns ein Leser,  

Bringt er uns doch Geld herein,

Zeigt sich plötzlich als ein böser

E-Mail-Schreiber insgeheim,

Lauert stets auf uns’re Fehler,

Korrigiert sie alle fein.

Doch wir wollen sie nicht missen,

wollen unverstanden sein;

Denn wir brauchen uns’re Fehler;  

Sie gehör’n zu uns’rem Sein.  

 

Die Stabilität falscher Ansichten oderWarum wir uns von unseren falschen Ansichten so ungern trennen.  

Wir müssen alle klarer denken. Im Mittelalter gab es jede Menge rauher Methoden in der Medizin. Die Theorie für viele Krankheiten wurde auf ein Ungleichgewicht von vier Säften zurückgeführt: gelbe Galle, schwarze Galle, Schleim und krankes Blut.Was lag also näher, als einen Aderlaß vorzunehmen? Danach schnitt ein Arzt seinem Patienten eine Arterie des Unterarms auf und zapfte ihm einen halben Liter Blut ab. Fiel der Patient in Ohnmacht, wurden ihm am nächsten Tag drei weitere Aderlässe entnommen. Wollte das Blut nicht mehr richtig herausschießen, setzte der Arzt einen Glaskolben auf die Wunde; dieser war mit heißer Luft gefüllt und ent wickelte beim Abkühlen eine starke Sogwirkung in Form eines Vakuums, so daß zusätzliches Blut aus dem Arm gesaugt werden konnte. Der mit fünf Schnittwunden gesegnete, halbtot im Bett liegende, Patient erhielt nun noch auf jede Wunde einen Blutegel gesetzt, der durch einen hungrigen Blutegel ersetzt wurde, wenn sich sein Vorgänger prall voll gesogen hatte.In der Blütezeit des Aderlasses, in den dreißiger Jahren des 19.Jahrhunderts (1830 bis 1850), hat Frankreich über vierzig Millionen Blutegel nach Deutschland exportiert. Die Viersäftelehre hat die Medizin über zweitausend Jahre lang bestimmend beschäftigt.Kaum eine andere wissenschaftliche Theorie konnte sich so lange halten, obwohl sie vollkommener Humbug war, und es keinerlei Belege für ihre Heilkraft gab. Vielmehr segneten viele Aderlaß-patienten das Zeitliche und entlarvten damit die Unwissenschaftlichkeit der Aderlaßmethode in der Medizin.Die falsche medizinische Viersäftelehre des menschlichen Körpers ist exemplarisch für alle Theorien, die sich mit komplexen Systemen, wie Mensch, Krieg, Ökosystemen und Unternehmen befassen.Eine Theorie wird erst aufgegeben, wenn sie sich als falsch erwiesen hat und wenn zusätzlich eine bessere beweisbare Theorie in Sicht ist. Fehlerhafte Theorien unterliegen oft einer bewußten Ignoranz. Man will den Fehler beibehalten und nicht aufgeben.Wir sind besser im Erfinden von Theorien, als im Zugeben von Nicht-Wissen oder Ignoranz. Eine Theorie hält sich im Bankenwesen ganz hartnäckig, nämlich daß die Wirtschaft über die Geldmenge zu steuern sei, mit allen Konsequenzen in Bezug auf Verschuldung, Lebensstandard, Börsenkursen, Inflation und dergleichen, und das nur, weil keine bessere Alternative in Sicht ist. Dies ist der typische Aderlaß-Effekt.

 

 Zwei Zitate von Martin Luther: Ein Christenmensch ist jedermann untertan und das Gewissen ist wie eine Hure; es geht mit jedem ins Bett.  

 

Die Wirklichkeit ist nicht alles, was ist, sondern auch noch alles, was sein könnte.

 

                                                                                     Münster, 10.01.2012 

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Pofalla und Gröhe sprechen bei Wulff vor am 10.01.2012

Werter Herr Kürzel-ban.,Der Inhalt Ihres Zeitungsartikels stimmt leider nicht mit der Titelüberschrift überein, nicht einmal am Rande. Sie haben damit Ihr Thema verfehlt. Sie lassen die notwendige Konsequenz im Denken und Handeln im Zusammenhang vermissen. Ihr Text ist visionär, fiktiv und reicht weit in die unbekannte Zukunft hinein. Andrea Nahles, die Generalsekretärin der SPD, betreibt lupenreine Demontage an unserem Bundespräsidenten; dies läßt sich nicht dementieren. Sie fordert den Rücktritt von Christian Wulff, weil er sein Amt angeblich beschädigt hätte, so als wäre sie selbst fehlerfrei und mit Richterqulaitäten gegenüber Wulff ausgestattet.Fehlerfreiheit gibt es aber in der Politik nicht, so wenig, wie lupenreine Ergebnisse bei wissenschaftlichem Forschen. Der Mensch ist nicht unfehlbar; aber seine Unfehlbarkeit wird ständig verlangt. Den Balken im eigenen Auge sieht man nicht, wohl aber die Splitter im fremden Auge. Gerecht ist solch ein Verhalten nicht. Vorgehaltene Fehler werden nicht ausgehalten; der Gescholtene bricht die menschliche Beziehung eher ab. Er will seine Fehler behalten, nicht anerkennen und ausmerzen, weil ihm dies zu anstrengend ist. Geistiger Stillstand ist die Folge solchen unmenschlichen unausrottbaren todsündenhaften Tuns. Ich beklage die Menschheit, weil sie sich Fehlern nicht konstruktiv, also aufbauend, stellen kann und will. Man muß ganz einfach seinen Fehler einsehen, eingestehen und anschließend ausmerzen. Das aber fällt zu hundert Prozent jedem Gescholtenen schwer, da er sich durch die Fehlervorhaltung beleidigt fühlt. Die Unzulänglichkeit menschlichen Daseins ist ein Hindernis für die Fehlerfreundlichkeit menschlichen Geschicks. Sie behaupten, die Kanzlerin würde einen Befreiungsschlag im Fall Wulffs mit einem Rücktritt von seinem Amt aus taktischen Gründen ausschlíeßen . Kennen Sie die Denk- und Handlungsstrukturen Angela Merkels? Ich kenne sie nicht.Welches sind denn die taktischen Gründe, denen sie unterworfen zu sein scheint?Der einzige taktische Grund, den ich ausmachen kann, ist ihren Machterhalt im Auge zu haben.Mit freundlichen Grüßen,

 

 

Dr.Ratio Nenstoff,  www.rationenstoff.de und www.ratio-crescat.de und org und www.ratio-floreat.de , www.ratio-purus.de und www.ratio-impetus.de
 

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„Glaeseker hat sehr selbständig gearbeitet“

Werter Herr Kürzel-vL,

Glaeseker hat vermutlich deshalb eigen- und selbständig als Sprecher von Christian Wulff, unserem Bundespräsidenten, gehandelt, weil er keine Richtlinien und Regeln besaß und beachten mußte. Dies Auslaßvergehen müßte Wulff verantwortlich zuzuschreiben sein.Hierin liegt aus meiner Sicht deutlich ein Versäumnis von Wulff vor, ist ihm also schuldhaft zuzurechnen. Glaeseker ist aus meiner Sicht vollkommen unschuldig. Mit freundlichen Grüßen, Dr. Ratio Nenstoff, www.rationenstoff.de und www.ratio-crescat.de und org

 

                                                                                          Münster, 18.02.2012

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Die Vorwürfe gegen Wulff vom 18.02.2012

Werter Herr Kürzel-Redakteur mawy,

Eine partielle Satire

Ich begrüße die Medienfeindlichkeit gegen Christian Wulff, läßt sie ihn doch keinen Atem holen. So ein widerwärtiger Mensch muß einfach abgeschlachtet werden, damit durch seinen Ersatz ein besserer Mensch zum Einsatz kommt. Der Kauf eines Eigenheims mit geliehenem Geld darf nicht stattffinden, weil er menschenunfreundlich ist. Eine Anschlußfinanzierung mit einem rollierenden Geldmarktdarlehen durch die BW-Bank sollte von vornherein gesetzlich ausgeschlossen werden. Was die Juristen mit ihrem Recht veranstalten, ist überwiegend          falsch und ist mit einem gesunden Menschenverstand nicht zu begreifen.Urlaube bei Freunden müssen unbedingt angeprangert und ausgeschlossen werden, weil sie unanständig sind: denn sie sind eine Vorteilsannahme, die einem Bundespräsidenten nicht geziemt. Persönliche Freundschaften sind entbehrlich und müssen auf der Stelle ausgemerzt werden, weil sie die Eigenständigkeit des die Freundschaft Suchenden unterdrücken. Besser als die Wahrheit von Wulff ist eine Lüge, die mit der Wahrheit hausieren geht. Der Rubikon wird immer überschritten, weil er keine Alternative offen läßt. Einen Fehler, den Christian Wulff begeht, kann er nicht aushalten, weil er zu sensibel geworden ist. Er bricht die menschliche Beziehung durch seinen Rücktritt vom Amt des Bundespräsidenten ab, weil er seine Fehler behalten und nicht ausbügeln will, da ihm dies zu anstrengend ist. Darum liegt die menschliche Tragödie von Wulff darin, daß er viele läßliche, also verzeihliche Fehler auf sich versammelt hat. Der Sprecher von Wulff, Glaeseker, hatte Wulff vertraut, bis dieser ihn entlassen hatte mit dem Vorwurf der Bestechlichkeit und der aktiven Bestechung. Die Vertuschung von Daten, die mit dem Namen des Filmproduzenten David Groenewold verbunden sind, sind völlig unerheblich, weil sie jedem Zeitgenossen passieren können. Mit freundlichen Grüßen, Dr. Ratio Nenstoff, www.rationenstoff.de und www.ratio-crescat.de und org, www.ratio-floreat.de, www.ratio-purus.de und www.ratio-impetus.de  

 

                                                                                                                         Münster, 14.02.2012

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„Die Nacht, in der Athen brannte“ vom 14.02.2012

Werter Herr Michael Martens,

Sie haben einen hervorragenden Zeitungsartikel in der FAZ über das Inferno in Athen geschrieben. Leider ist Ihr Artikel viel zu lang.Nichts haben Sie dazu gesagt, wie Polizisten in das Flammenmeer eintauchen konnten und ob sie unversehrt oder verletzt daraus hervorgegangen sind.Nichts haben Sie dazu geschrieben, ob die Brandstifter, Randalierer und Plünderer verfolgt, festgenommen und zur Rechenschaft gezogen werden. Nichts haben Sie dazu geschrieben, ob es in der Brandnacht Athens am 13.02.2012 Tote und Verletzte gegeben hat. Und bedenken Sie auch bitte, daß Sie durch Ihre ausführliche Berichterstattung die Sensationslüsternheit begünstigen und Nachahmer für ein Inferno erzeugen können. Wenn ausgebrannte Gebäude und geplünderte Geschäfte auf das Konto von illegalen Einwanderern und Rauschgiftsüchtigen gehen sollten, haben Sie das nicht bewiesen. Auch Elendsviertel können ihre Moral haben.Die Zerstörung von vielen Geschäften muß nicht unbedingt von wohlstandsverwöhnten Jugendlichen ausgelöst worden sein. Das sind einfach kriminelle Straftäter. Eine Zerstörung des Kapitalismus, also des Geldverkehrs, ist wie eine Zerstörung des Kapitals, also ein Phantom, das sich nicht fassen läßt, es sei denn man zahlt mit Naturalien. Eine Vernichtungsorgie muß Lukas Papademos ernst nehmen, und sie in Zukunft nicht mehr stattfinden lassen, denn der Wut des unbeherrschten Straßenmobs muß unbedingt Einhalt geboten werden. Die Wirtschafts- und Finanzkrise ist nicht nur eine Staatskrise, in der der Staat systematisch mehr Geld ausgegeben , als er eingenommen hat. Sie ist auch eine Bürgerkrise, weil viele Bürger Griechenlands über ihre wirtschaftlichen Verhältnisse gelebt haben, und das auch noch weiter tun, weil sie ihre Fehler nicht aushalten, einsehen, eingestehen und ausbügeln können, da ihnen diese Arbeit zu anstrengend ist. Also wird mit den angeprangerten Fehlern weiter gelebt. Dies ist eine unausrottbare Todsünde der Menschheit über alle Völker hinweg. Eine Fehlerfeindschaft führt zu geistigem Stillstand und nur zu wenig Fortschritt. Wenn Teile der athenischen Bevölkerung ihre Wut auf der                          Straße ablassen, demonstrieren sie praktisch gegen ihre eigenen Schulden, und die Schulden des Staates. 350 Milliarden an €uro hat die griechische Regierung an Schulden aufgetürmt.Davon kann sie gerade einmal höchstens 30 Milliarden im Jahr einsparen. Sie ist also mit der Schuldentilgung über zehn Jahre lang beschäftigt, weil der Schuldenberg gigantisch hoch ist, und jeden Griechen in die Hoffnungslosgkeit stürzt. Mit freundlichen Grüßen, Dr. Ratio Nenstofff, www.rationenstoff.de und www.ratio-crescat.de und org

 

                                                                                                                            Münster, 16.02.2012  

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Werter Herr Kürzel-Redakteur nbu,  

Wenn die Löhne und Gehälter in ihren Dimensionen zum Überleben ausreichen würden, gäbe es vermutlich kaum Korruption. Das aber ist nicht der Fall. Darum sind Bestechung und Bestechlichkeit aktive und passive Posten oft in ungerechtem hohen Maße an der Tagesordnung.  Also muß das Entlohnungssystem menschenfreundlicher gestaltet werden, um die Korruption einzudämmen.   

Mit freundlichen Grüßen, Dr. Ratio Nenstoff,  www.rationenstoff.de und www.ratio-crescat.de und org., www.ratio-floreat.de, www.ratio-purus.de und www.ratio-impetus.de. 

 

 Wirtschaftsforscher, ein Statement

Das Bundeskanzleramt  hält über ein Jahr lang ein brisantes Gutachten von Wirtschaftsforschern unter Verschluß. Es geht darum um eine radikale Abkehr, die neuen deutschen Bundes-länder weiter zu fördern. Die Angleichung des Ostens an das Westniveau ist eine Illusion und mehr als zwanzig Jahre nach der Wiedervereinigung von 1989 nicht erfolgt. Überzogene Erwartungen der Politik sind scheinheilig und bringen den Osten Deutschlands nicht vorwärts. Die Forscher sagen, die Förderung Ostdeutschlands, also der neuen deutschen Bundesländer sei nicht mehr zeitgemäß, nicht nur der Solidaritätszuschlag kann  weiterhelfen. Die Kritik reicht über negative Gewöhnungseffekte der Ostdeutschen und das Abwandern kreativer Kräfte in die alten Bundesländer.Die Auftragslage reicht vom Bundesinnenministerium über Institute der Wirtschaftsförderung, die Wirtschaftsforschung in Halle, das deutsche Institut für Wirtschaftsforschung, das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, das Ifo-Institut, das Rheinisch-Westfälische Institut für Hochschulforschung in Wittenberg. Einhundertdreißig Seiten umfaßt die Forschungsarbeit und ist wahrscheinlich umsonst verfaßt, weil keine positive Änderung zum Besseren in Sicht ist. Die Bundesregierung fürchtet wohl eine neue Ost-West-Debatte und hält das Papier zurück.Die Ansiedlungs- und Wachstumsförderung im Osten hat keine Annäherung zwischen den alten und neuen Bundesländern erreicht. Seit 1991 wurden 80 Milliarden €uro in die neuen Bundes länder transferiert, und das ohne Erfolg für Innovation, Arbeitsmarkt, Infrastruktur und Besiedlung. Immerhin sind 2009 achtziig  Prozent des Produktionsniveaus von  Westdeiutschlamd erreicht worden. Struktur-schwache Regionen sollten westlich, wie östlich gleichbehandelt werden. Es fehlt an einer kleinteiligen Wirtschaft, es fehlt an großen, export- und forschungsstarken Konzernen. Subventionen sollten nicht mehr stattfinden, weil sie nicht förderlich sind, wie die Solarindustrie zeigt. Durch Subventionen wird kein Wachstum erzeugt, wie die neuen Bundesländer bezeugen. Eine Angleichung der Wirtschaftskraft der neuen an die alten Bundesländer ist auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben.  

 

                                                             Münster, 04.03.2012Dr. Ratio Nenstoff, www.rationenstoff.de und www.ratio-crescat.de und org

„Freiheit gehört nicht nur den Reichen“ in der F.A..S. vom  04.03.2012.

Werte Frau Lisa Herzog, Aber die Reichen sind meist auch die Intelligenteren in unserem Volk, sonst wären Sie ja nicht reich geworden.  

Ich weiß gar nicht, warum Sie so kompliziert und umfangreich schreiben müssen. Zählen Sie doch einfach die verschiedenen individuellen Arten der Freiheiten eines Christenmenschen auf!: Rechtssicherheit, Verlangen nach Gerechtigkeit, auch sozialer, freie Berufswahl, Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit, freier Umgang mit seinem Geld, freie Partnerwahl, Freiheit vor einem diebischen Staat, Freiheit vor Straftätern und Terroristen, Freiheit vor Ausbeutung durch Unternehmen und den Staat, Freiheit von Drogen, Freiheit vor unzulässiger Einschränkung der Freiheit, Freiheit in der Liebe und Nächstenliebe, Freiheit von unrechtmäßigem Besitz, Freiheit von Folter, Drangsalierungen, Massakern und Vergewaltigungen, Freiheit für private Eigentumsrechte, freie Schul-und Hochschulwahl, freie Bildungswünsche, Freiheit für ein selbstbestimmtes Leben ohne Kerkerdasein, Freiheit im Zugang zu Rohstoffen und Ressourcen, Freiheit zu einem menschenwürdigen Leben.

Sie können die Liste meiner Freiheiten-Parameter noch gerne fortsetzen, weil sie mit Sicherheit nicht vollständig ist. Aber immerhin habe ich Ihnen hoffentlich einige Anregungen geben können. Mit freundlichen Grüßen, Dr. Ratio Nenstoff, www.rationenstoff.de und www.ratio-crescat.de und org., www.ratio-floreat.de, www.ratio-purus.de,  

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Bücherschwemme        

 Hunderttausend neue Bücher  

Gibt es stets in jedem Jahr;

Ohne den richtigen Riecher      

Bleibt ihr Wert ziemlich unklar.

Unter den vielen Autoren

Gibt es auch ruhmreiche Leut‘;

Unbekannte sind verloren,

Selten wohl ihr Werk erfreut.

Presse, Rundfunk und Fernsehen

Rühmen nur bekannte Leut‘;

Gerechtigkeit wird nicht geseh’n,

Ganz abscheulich ist das heut‘.

Jeder Autor muß stark werben,   

Ganz allein und tadellos,

Will er nicht erhalten Scherben

Für ein Buch, das ganz famos.

 

 Ein Statement

500.000 Spanier demonstrieren gegen die Reformen der Regierung von Ministerpräsident Rajoy.Sie beschweren sich, weil sie sie als nutzlos, wirkungslos und ungerecht empfinden.Die Regierung wendet ein, daß der Ausstand schlecht für Spanien und die Arbeiter sei, und die Gewerkschaften würden nie an die fünf Millionen Arbeitslose denken und sie in ihr Kalkül nicht einbeziehen. Die Reform kürzt Abfindungen im Fall von Kündigungen, um Neueinstellungen zu veranlassen.Das ist das Kernstück in Rajoys Programm zur Bekämpfung der Wirtschaftskrise.Die Gewerkschaftsführer rügen den brutalen Sozialabbau und die Angriffe auf die Rechte der Arbeiter.  

 

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„Unsinn“  

Werter Herr Kürzel-kum.,

Ihre Persiflage ist Unsinn, denn sie hilft niemandem, schon gar nicht Ihnen selbst.Sie verdrehen die Tatsachen, wie ein Sophist. Jeder Oberbürgermeister von NRW will die Schulden seiner Kommune abbauen und seinen Haushallt sanieren. Und diese Absicht sprechen Sie ihm ab. Das ist pervers.Die ostdeutschen neuen Bundesländer wollen den Solidarpakt bis 2019 erfüllt wissen, ganz gleich, ob ihre Geberländer dafür Kredite aufnehmen müssen oder nicht. Da kennen sie kein Erbarmen; das interessiert sie einfach nicht. Solidarisches Handeln ist das nicht. Hannelore Kraft ist als Ministerpräsidentin einer rot-grünen Minderheitsregierung von NRW stark an der Finanzkrise beteiligt, weil sie nur erhebliche Schulden macht, statt diese abzutragen, was der Wahrheit viel näher käme. Nach den Kommunalwahlen in NRW am 13. Mai 2012 werden wir wissen, wo wir uns CDU- oder SPD-mäßig aufhalten. Jeder Bundesbürger wird durch seinen Solidarbeitrag für die neuen Bundesländer in die Mangel genommen, ob er dies will oder nicht. Wer kann schon gegen Gesetze, die u.U. ungerecht sind, ankommen. Die Kommunen leisten dadurch ihren Anteil am Solidarpakt. NRW ist meines Wissens nach kein Nehmer-, sondern ein Geberland. Sie scheinen es aber besser zu wissen. Wenn der Solidarpakt 2019 ausläuft und eine gesetzliche Fortsetzung nicht in die Wege geleitet wird, stimme ich diesem Vorgehen voll und ganz zu; denn die Geberländer haben auch jederzeit zu kämpfen um eine intakte Infrastruktur und ein erfolgreiches Bildungswesen.Mit freundlichen Grüßen, Dr. Ratio Nenstoff, www.rationenstoff.de und www.ratio-crescat.de und org www.ratio-floreat.de, www.ratio-purus.de und www.ratio-impetus. de 

 

 „Mission erfüllt“  vom 29.03.2012                Münster, 29.03.2012Dr. Ratio Nenstoff, www.rationenstoff.de und www.ratio-crescat.de und org

Werter Herr Daniel Deckers,

Wenn hunderttausende kubanische Bürger auf die Straße gehen, um Papst Benedikt, dem XVI, zu huldigen, ist dieser Aufmarsch auch ein Indiz gegen das Fidel Castro- Regime, dessen Opposition sich sonst nicht zu äußern wagt, weil es Repressalien befürchtet. Die kubanische Regierung verneint eine politische Reform, weil sie reformuntüchtig ist und keine Umwälzungen haben will. Und der Papst kann auch keine Änderungen herbeiführen, weil das  Regime ein lebendes Fossil ist. Die päpstliche Mission bleibt somit unerfüllt.Nur der Karfreitag wurde als gesetzlicher Feiertag ausgehandelt. Die päpstliche Mission bleibt damit weitgehend unerfüllt auf der Strecke. Mit freundlichen Grüßen, Dr. Ratio Nenstoff,  www.rationenstoff.de und www.ratio-crescat.de und org., www.ratio-floreat.de, www.ratio-purus.de und www.ratio-impetus. de 

 

 "Bundestagsfraktionen wollen weniger Redezeit für Abweichler"  vom 28.03.2012                                                            Münster, 28.03.2012Dr. Ratio Nenstoff,  www.rationenstoff.de und www.ratio-crescat.de und org

Werter Herr Kürzel-ban.,

Eine Einschränkung der Redezeit von Abweichlern und Minoritäten von Abgeordneten ist ein Verstoß gegen die Meinungs- und Redefreiheit und muß darum verworfen werden.

Mit freundlichen Grüßen, Dr. Ratio Nenstoff, www.rationenstoff.de und www.ratio-crescat.de und org., www.ratio-floreat.de, www.ratio-purus.de und www.ratio-impetus. de 

 

 Statement über Portugal 

Portugal will sich durch ein Austeritätsprogramm (Härte, Strenge) sanieren und seine Schulden abbauen, durch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer auf 23 Prozent, einem Einfrieren der Gehälter im öffentlichen Dienst, einer hohen Besteuerung des Weihnachtsgelds in der Privatwirtschaft, kräftigen Preiserhöhungen bei den öffentlichen Transportmitteln und einer schmerzhaften Selbstbeteiligung bei Krankenkosten. Die Schnellzugverbindung von Lissabon nach Madrid wird aufgegeben.Ein Großflughafen in Lissabon wird auch gestrichen. Das versicherte Finanzminister Gaspar nach dem zweiten Generalstreik gegen die Wirtschaftspolitik der Regierung. Erfolge sind gestiegene Exporte und eine Verringerung des Außenhandelsdefizits.  

 

                                                       Münster, 15.05.2012

Dr. Ratio Nenstoff, www.rationenstoff.de und www.ratio-crescat.de und org   

"Spekulationen über Athener €uro-Austritt" 

Werter Herr Kürzel-wmu,

Wenn Sie Griechenland mit einem möglichen €uro-Austritt ins Auge fassen, sollten Sie dies Auge nicht verwässern. Alle anderen politischen Angelegenheiten, die Sie mittteilen, gehören entflochten in einen eigenen, separaten Zeitungsartikel. Die Gemengelage erschwert nur das Verständnis. Verzeihen Sie mir bitte, daß ich Ihnen diesen Fehler vorhalte.                         Vorgehaltene Fehler kann kein einziger Mensch aushalten. Er bricht die menschliche Beziehung zu dem Fehllervorhalter  als Gescholtener eher ab, weil er nämlich seine Fehler behalten und nicht ausbügeln will, da  ihm dies zu anstrengend wäre.Die fehlende Verkraftung von Fehlern zählt aus meiner Sicht zu den unausrottbaren Todsünden der Menschheit, da geistiger Stillstand die Folge ist.  Mit freundlichen Grüßen, Dr. Ratio Nenstoff, www.rationenstoff.de undwww.ratio-crescat.de und org., www.ratio-floreat.de, www.ratio-purus.de und www.ratio-impetus.de 

 

                                                                                                         Münster, 14.05.2012

Dr. Ratio Nenstoff,  

„Schwarze Liste“

Werter Herr Michael Hanfeld,                         

Die Annulierung der Urheberrechte von Autoren durch Piraterie betrachte ich als eine Todsünde der Menschheit. Gibt es auf der Welt irgendein Produkt umsonst? Ich kenne keines. Für alle Produkte muß man bezahlen. Das geistige Produkt ist sogar ein hohes und kostbares Produkt, für das man mitunter mehr zahlen muß, als für ein materielles Produkt, da die Kreativität mit eingeschlossen ist. Man denke nur an kostbare Gemälde.

Die Gossensprache gegen das Urheberrecht entlarvt die Diebe und Piraten des Urheberrechts als Unrechts-finsterlinge. Sollen sie doch selbst erst einmal ein geistiges Gut herstellen; dann werden sie merken, wie schwer das ist; denn das können sie nicht. Sie können nur die Autoren bedrohen und bloßstellen, um kostenlos an ihre geistigen Produkte heranzukommen. Mit freundlichen Grüßen, Dr. Ratio Nenstoff,  www.rationenstoff.de und www.ratio-crescat.de und org., www.ratio-floreat.de, www.ratio-purus.de und www.ratio-impetus.de 

 

                                                                                                                          Münster, 01.05.2012

Dr. Ratio Nenstoff, www.rationenstoff.de und www.ratio-crescat.de und org

„Medwedjew erhebt schwere Vorwürfe gegen ukrainische Führung“

über die inhaftierte Oppositionsführerin Julija Timoschenko, die angeblich in der Haft sogar gefoltert wird.  

Werte FAZ-Redakteure,

Warum setzt Medwedjew die ukrainische Führung nicht außer Kraft? Weil er ohnmächtig und machtlos ist, denn die Ukraine ist ein unabhängiger und selbständiger Staat, der sich das von außen Hereinreden lassen nicht erlaubt; dazu ist dieser Staat zu diktatorisch, despotisch und willkürhaft ohne Demokratie angelegt. Die Ukraine muß ihr Führungspersonal also beerdigen, weil sie die Meinungsvielfalt in ihrem Staat torpediert. Wie kann man nur so dumm sein, den Bürger im eigenen Land nicht zu respektieren. Ist er denn Abfall?                       

Mit freundlichen Grüßen, Dr. Ratio Nenstoff, www.rationenstoff.de und www.ratio-crescat.de und org., www.ratio-floreat.de, www.ratio-purus.de und www.ratio-impetus. de  

 

Das Wort

Ein Wort entgleitet der Feder,  

Verzweiflung macht sich breit.                         

Das Wort zieht ab vom Leder,

Unerkannt und meilenweit.

Schmerzen und Elend werden vertagt,  

Und lieber Geld angelegt,

Und nicht seelisch verzagt,  

Sondern durch Geld angeregt.  

Das Wort ist heimlicher Sieger,

Bleibt nämlich ganz unsichtbar 

Tritt nicht auf als Krieger,

Ist unvollendet, unscheinbar.

Geistige Pedanterie

Wird meistens schlecht verdaut,

Man lobt die Galanterie

Ziemlich leise und nicht laut.

Träumereien in Gedanken

Lassen uns oft gar nicht los;

Sie kennen keine Schranken,

Sind manchmal unser Los.

Flüchtige Gedanken

Halten wir oft kaum fest;

Sie bilden einen blanken

Innerlichen Protest.

Zufriedenheit und Glück

Sind eine große Kunst.

Wer sie erfüllt,

Lebt nicht im blauen Dunst.

Und ist auch gar nicht zugemüllt.  

Das Wort ist ohne Allgewalt,

Ohnmächtig und auch flüchtig,

Zerbricht in seiner kargen Gestalt,

Als wäre sie untüchtig.

Das Wort lebt ständig weiter,        

Ist zufrieden mit sich selbst,

Braucht aber einen Reiter,  

Der es oft richtig einstellt.

Worte kommen oft nicht an,  

Weil sie auf Bösewichte treffen, 

Die das Wort verbiegen dann

Sophistengleich noch kläffen.  

 

                                                        Münster, 01.06.2012

Dr. Ratio Nenstoff, www.rationenstoff.de und www.ratio-crescat.de  

„Wahre Literatur ist rücksichtslos“

Werter Herr Hettche,

Sie haben einen grandiosen Artikel geschrieben, nur ist er leider viel zu lang und enthält so manchen todsündenhaften Gedankenmüll. Sind Sie nun für eine Erhaltung und strenge Beachtung des Urheberrechts oder sind Sie für seine Beseitigung im Internet? Ich kann dabei nur zwischen den Zeilen lesen, weil Ihr Klartext einfach fehlt. Ich kann auch nicht erkennen, daß wahre Literatur rücksichtslos sein soll. Rücksichtslos kann nur ein Mensch sein, nicht dagegen sein Buch. Es mag schon sein, daß die Grenzen der Stände und Religionen um 1800 aufgehoben wurden, aber sie existieren heute trotzdem noch weiter. Wer als Schriftsteller unfähig oder unwillig zum aktuellen Diskurs, zu einem handfesten Dialog ist, ist es nicht wert, seine Bücher zu verkaufen. Bücher enthalten oft wertvolle Inhalte, Erfahrungen und Erkenntnisse, die urheberrechtlich geschützt werden müssen, da sonst kaum ein Autor sich die Mühe macht, sein Werk zu schreiben und zu veröffentlichen. Der Reichtum an Literatur und Kunst würde auf diese Weise durch Anerkennung der Autorenrechte gebührend gewürdigt. Bücher veralten nicht, verlieren aber schon mal an Aktualität und sind bisweilen verbesserungsbedürftig. Jeder Mensch ist blind gegenüber der Komplexität der gesamten Literatur, da er nicht einmal die wichtigsten Bücher in seinem kurzen Leben lesen kann, wie Las Casas vor Karl V. von Reinhold Schneider. Der Aufruf einiger Urheber , das Urheberrecht zu wahren, zeigt deutlich, wie verletzlich die Autoren sind, wenn es um ihre Rechte geht, die sie im Internet aufgeben sollen. Geistiges Gut wird als Werk und Ware nur schwer anerkannt. Ist es mit einem Ingenieur, der einen neuen Roboter erschafft, genauso? Ich denke nicht.                       Mit freundlichen Grüßen, Dr. Ratio Nenstoff, www.rationenstoff.de und www.ratio-crescat.de www.ratio-floreat.de, www.ratio-purus.de, www.ratio-impetus.de

 

Frankreichs Vorstellungen zur Schuldenkrise

Der neue französische Präsident Francois Hollande fordert eine Europäisierung der französischen Staatsschulden, also praktisch eine Vergemeinschaftung, die unsere Kanzlerin Angela Merkel vehement ablehnt, weil ihrer Meinung nach jedes Land für die eigenen Schulden allein aufkommen muß. Wachstum, Finanzstabilität und wirtschaftliche Integration können nur mit einer nationalen Schuldentilgung einhergehen, wobei Sparstrenge allein keine neuen Arbeitsplätze schafft. Staatsimmobilien müssen verkauft, die Mehrwertsteuer erhöht, Ausgaben eingeschränkt  werden. Die Finanzkrise kann nur mit und nicht gegen Frau Merkel bewältigt werden. Eurobonds sind nationales Gift für die Bewältigung der eigenen Schuldenkrise, bei der die Bundesregierung mit beinahe 3 Billionen €uro ebenfalls  beteiligt ist.  

 

Dr. Ratio Nenstoff,      Internet-Seite: www.rationenstoff.de, www.ratio-crescat.de                                     Werter Herr Kürzel-Mü,

Worin bestehen denn die wirtschaftlichen Verwerfungen, über die Herr Schäuble warnt? Kennt er sich im ESM aus? Ich habe bisher in der FAZ noch keinen einzigen Beitrag vorgefunden, der mich über das Wesen des ESM aufklärt, nicht einmal in dürren Worten. Schäuble sollte mal lieber seine eigenen Verwerfungen beseitigen, als die von dem abstrakten Gebilde des ESM. Aber er warnt ja nur, er beseitigt ja nichts. So kann er auch kein Unheil anrichten. Sollten Fiskalpakt und ESM verwirklicht werden, droht uns eine Haftungs- und Transfer-union, was wir wohl alle nicht wünschen; darum gibt es ja auch so viele Klagen.

Mit freundlichen Grüßen, Dr. Ratio Nenstoff,  www.ratio-floreat.de, www.ratio-purus.de und www.ratio-impetus.de

 

Dr. Rario Nenstoff, Internet-Seiten: www.rationenstoff.de, www.ratio-crescat.de  

Werter Herr Professor Dr. Dreier,

Entweder gibt es das Recht oder es gibt die Willkür. Beides kann nicht gleichzeitig stattfinden. Insofern ist das eine imaginäre Größe. Ihr sechs Spalten überaus langer Artikel wird nur gelesen werden, wenn sich ein Leser dazu hergibt. Und das halte ich für eine ganz fragwüridige Angelegenheit. Ich bleibe im Recht und seiner Willkür hängen, weil ich nicht weiter lesen kann.  Statt wenig zu schreiben, verurteilen Sie mich zum ausufernden Lesen. Darum habe ich mir Ihren Artikel erspart, um Ihren Gedankenmüll nicht lesen zu müssen. Können Sie nicht kürzer schreiben, zum Beispiel nur eine Spalte lang? Das wäre doch ein Erfolgserlebnis für uns beide, den Schreiber, wie den Leser.  

Mit freundlichen Grüßen, Dr.Rario Nenstoff, , www.ratio-floreat.de, www.ratio-purus.de und www.ratio-impetus.de

 

Werte Kürzel-Redakteure ruh. und tp,

Eine Vergemeinschaftung von Risiken, Haftungen und Schulden sollte es auf der europäischen Ebene nicht geben. Sie verstößt gegen das Rechtsempfinden vieler Bürger. Ein grenzenloser Ankauf von Staatsanleihen überschuldeter südeuropäischer Länder kann die Schuldenkrise nicht eindämmen. Sie weitet sich eher dadurch noch aus, weil die Strukturreformen ausbleiben. Hohe Zinsen für Staatsanleihen überschuldeter südeuropäischer Länder können die Verschuldung eindämmen, aber nicht aufheben helfen. Einen unbegrenzten Ankauf von Staatsanleihen lehne ich ab, weil er die Schuldenkrise nur verzögert, aber nicht eindämmt, sondern in vollem Umfang weiterführt.  

 

Werter Herr Wolf Schäfer,

Alle Europäer wollen, daß die Griechen den €uro behalten und nicht zur Drachme zurückkehren müssen. Und die Griechen wollen das selbst auch, obwohl der griechische €uro zu fast 50 Prozent überbewertet ist, und so gut, wie keine Abwertungsmöglichkeiten bestehen. Die Exportbremse für griechische Produkte ist darum intern verursacht, also durch Griechenland selbst. Der Abwertungsbedarf des griechischen €uro ist Folge der mangelnden Wettbewerbsfähigkeit und der €uro-Überbewertung und der nachlassenden Exportfähigkeit der griechischen Wirtschaft, die nur ihre Importe erhöhen kann, statt eine Leistungsbilanz zwischen Import und Export aufzustellen.    

Sie plädieren für einen Austritt Griechenlands aus der €urozone, obwohl die Griechen das mehrheitlich nicht wollen. Welches Leid für die Griechen und für die Europäer daraus resultiert, weiß heute noch kein Mensch. Griechenlands Austritt aus dem €uro wäre irreversibel, also unumkehrbar und mit vielen hohen Kosten verbunden.  

Mit freundlichen Grüßen, Dr. Ratio Nenstoff.

 

Werte dpa-Redakteure,

Die Piratenpartei leidet unter einem großen Manko. Sie stellt ihr Programm nicht vor. Man kann in einem Unperfekthaus nicht überleben und überall dagegen sein; man muß sich schon einfügen und profilieren, um renitente Wähler zu gewinnen, sonst bleibt man außen vor, wie ein großer Tor.  

Mit freundlichen Grüßen, Dr. Ratio Nenstoff, www.ratio-floreat.de, www.ratio-purus.de und www.ratio-impetus.de

 

                                                         Münster 20.08./ 11.09.2012Dr.  

Ratio Nenstoff, Internet-Seiten: www.rationenstoff.de, www.ratio-crescat.de  

„Du willst Dein Leben ändern? Hahaha!

 Werter Herr Heiko Ernst,

Ich möchte Ihre Frage ummünzen in: Warum willst Du Dein Leben verändern? Gefällt es Dir nicht? Hahaha!  

Die Arbeit an sich selbst, die Selbstverwirklichung zur eigenen Persönlichkeit ist eine der schwierigsten Aufgaben, der sich die heutige Psychologie verschreibt. Die Veränderung des Lebens von einer  Unzumutbarkeit bis zur Askese ohne Nahrungsaufnahme und hellem Geist ist sehr schwer.  Wie lange kann man dem Hunger widerstehen? Wie kann man den Appetit zügeln? Wie kann man asketisch leben, wenn andere Menschen das nicht tun? Das sind zentrale Fragen, die einen Menschen bewegen können. Warum können wir uns nicht verändern und vernünftig leben? Nun, die Vernunft und der Verstand sind unterschiedlich ausgeprägt, Was die einen für vernünftig halten, ist für andere die reine Unvernunft. Sind wir fremd- oder eigenbestimmt? Willensschwache Marionetten der eigenen Triebe und Emotionen sind wir aber nicht. Dann könnte es nämlich keinen Lehrer, keinen Architekten, keinen Bauherrn geben. Das sind alles willensstarke Leute, die sich von ihren Vorhaben keineswegs abbrigen lassen. Wir sind recht wohl Herr im eigenen Hause. Sie, Herr Ernst, denken zu pessimistisch. Wer resitstent ist gegenüber neuem Lernen, wird bestraft durch Gehaltssenkung oder gar Entlassung. Die Welt, die Sie sich aufbauen, existiert nur am Rande. Die furchtbare und fruchtbare Wirklichkeit hat Sie noch nicht eingeholt. Leider. Sie machen sich zum Gefangenen Ihrer restriktiven Gedankenvorstellungen, die ich gemeinhin als Gedankenmüll bezeichnen würde. Tut mir leid, daß ich so drastisch werden muß. Kehren Sie bitte alles aus, was Ihren Gedankenmüll ausmacht. Leider ist er für Sie vollkommen unsichtbar und darum kaum auszuräumen ohne einen guten Freund. Ich will Sie gar nciht beleidigen, aber Fehler einstecken, aushalten und ausbügeln kann kein einziger Mensch. Er zeigt sich beleidigt, gekränkt und verletzt und bricht die menschliche Beziehung zu dem Fehlervorhalter ab, weil er seine Fehler behalten und nicht ausbügeln will, denn das wäre ihm zu anstrengend. Geistiger Fortschritt findet auf diese Weise nicht mehr statt. Diese Haltung,  Fehler nicht aushalten zu können, ist eine schwere unausrottbare Todsünde und Torheit der Menschheit. Sie zieht sich durch alle Völker hin,  weltweit. Dabei wäre es doch ganz einfach, seinen Fehler einzusehen, einzugestehen und anschließend auszumerzen. Das geschieht aber nicht, weil sich jeder Mensch durch einen Fehlervorwurf beleidigt und verletzt fühlt und sich abwendet. Ich kann Sie leider nicht trösten, weil es noch andere unausrottbare Todsünden der Menschheit gibt, die genauso gravierend sind, wie die Fehlervorwürfe, die keiner aushalten kann und einen geistigen Fortschritt behindern.Mein Leserbrief ist Abwendung und Zuwendung zugleich, sonst hätte ich mir diese kollossale Mühe nicht gemacht.

Mit freundlichen Grüßen, Dr. Ratio Nenstoff, www.ratio-floreat.de, www.ratio-purus.de und www.ratio-impetus.de

 

Von Heiko Ernst erhielt ich folgende Antwort:

Sehr geehrter Herr Dr. Ratio Nenstoff,

besten Dank für Ihren kritischen Leserbrief. Vielleicht ist Ihnen entgangen, dass ich mir ja die Position der biologistischen Fraktion („Kein freier Wille“) gar nicht zu eigen mache – ich habe Sie ja nur so sehr akzentuiert, um die dialektischen Bewegungen innerhalb der Psychologie zu zeigen – von extremen Machbarkeitsillusionen bis hin zu extremen Determinismusdoktrinen. Meine Position liegt, wie auch meine sonstigen Texte zeigen mögen, dazwischen – wir sind nicht ganz frei, aber frei genug, um uns und um die Welt zu verändern, auch zum Positiven. Nochmals vielen Dank für Ihre Ausführungen!  

Mit freundlichen Grüßen,

Heiko Ernst

 

Helmut Kohl

Für seinen an Freude armem Lebensweg hat Helmut Kohl als einer von zwei Altbundeskanzlern (Helmut Schmidt war sein Nachfolger) eher Verständnis und Respekt verdient, als Mitleid und Bewunderung. Als Übervater ist Helmut Kohl 30 Jahre nach seiner Regierungszeit, die 1982 begann, ausgestoßen worden von seiner Partei, der CDU, obwohl er sich große Verdienste um die deutsche Einheit aus der DDR und der Bundesrepublik Deutschland erworben hatte. Das Scheitern im Leben übertrifft oft die eigenen Verdienste und rüttelt am Selbstvertrauen auf die eigenen Fähigkeiten. Kohl ist durch seine Spendenaffäre gescheitert, weil er seine Spendernamen nicht bekannt geben wollte aus Schutzgründen für seine Geldgeber. Diese hätten dann womöglich in einem Strafvollzug, nicht angegebene Steuerschulden nachentrichten müssen. Vielleicht hätte auch noch ein Bußgeld angestanden für eine Steuerhinterziehung. Davor wollte Kohl seine Spendenschützlinge bewahren, ein ehrenwertes Vorhaben, dem er sich verpflichtet fühlte, denn Geld, das man verliert, rüttelt am eigenen Wohlstand.  

 

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Eine dritte Todsünde der Menschheit

Die Welt ist ein einziger großer Kriegsschauplatz, in dem überall nur die Waffen sprechen, theoretisch und praktisch. Die Todsünde besteht in unkalkulierbaren militärischen Rüstungs-geschäften in aller Welt. Die Amerikaner stellen Drohnen her, unbemannte Kleinflugzeuge, die als Kampf- und Kriegsroboter mit Maschinengewehren, Raketen, Bomben und Granaten bestückt sind und über tausende Kilometer von einem Soldaten ferngesteuert werden können und einen brüchigen Frieden herstellen sollen.  Aber diese Kampfroboter leiden unter einem eklatanten Mangel. Sie können nicht zwischen Ziegenhirten, eigenen und feindlichen Soldaten, sowie Frauen und Kindern unterscheiden. Sie löschen alles menschliche Leben aus. Sie sind auftragsgemäße Killermaschinen. China und Japan stellen ebenfalls solche Kampfroboter her. Unsere deutsche Bundesregierung will auch Kampfroboter haben, entweder in eigener Herstellung oder durch Kauf von den Amerikanern. Die amerikanischen Drohnen werden in Afghanistan und Pakistan gegen aufrührerische Taliban eingesetzt. Sie löschen auch ziviles Leben aus. Schon Clausewitzt hat gesagt, der Krieg sei die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln. Aber Krieg beschwört nur unsägliches Leid bei den betroffenen Menschen hervor. Da die Kampfroboter meist unkontrollierbar sind, versucht man nun Anti-Drohnen zu entwickeln und herzustellen, die den unkontrollierbaren Killermaschinen den Garaus machen sollen.  

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Liebe ist die einzig befriedigende Antwort auf das Problem der menschlichen Existenz (Erich Fromm).  

 

Karriere-Beratung durch den Chef

Jeder Mitarbeiter eines Betriebs verlangt die Förderung durch einen Vorgesetzten. Bleiben dessen Anerkennung, Wohlwollen und Motivation aus, sinkt der Motivationspegel seines Mitarbeiters mitunter rapide. Nur ein in sich ruhender Chef kann eine drohende Demotivation seines Mitarbeiters verhindern. Aber ganz wenige Führungskräfte sind imstande, den hohen Ansprüchen der nachwachsenden Leistungsträger zu genügen. Die Enttäuschten denken unverzüglich über einen Abgang nach. Das aber ist prekär für einen Chef. Er steht nämlich vor einem Dilemma. Pocht er bei seinen Angestellten auf Leistung, riskiert er Kündigungen und Vorwürfe von seiner Konzernleitung. Kümmert er sich wunschgemäß um seine Mitarbeiter und deren berufliches Fortkommen, wird er die besten nicht lange behalten und müßte sich verpflichtet fühlen, für freie Aufstiegsplätze in anderen Abteilungen zu sorgen. Dies Vorhaben kann sogar so weit gehen, daß der Chef seinem Mitarbeiter einen Firmenwechsel empfiehlt, was eigentlich nicht im Sinne der eigenen Firma sein kann. Die Bindung eines Mitarbeiters zur alten Firma ist von ihren Werten beeinflußt. Steht ein Unternehmen zu seinen Mitarbeitern oder eher nicht? Kann ein Mitarbeiter angesichts seiner enormen Leistungsfähigkeit mit seinem Chef über eine gewünschte Gehaltserhöhung reden und sie auch durchsetzen oder wird er einfach abserviert?Talente können oft verzweifeln an einer schwachen Führungskraft. Sie sind dann oft auf gute Freunde in ihrem sozialen Umfeld angewiesen, die mit Ratschlägen einen Ausweg aus der Misere empfehlen können. Die Bindung zum Betrieb und seinem Chef hat existentielle Bezüge. Sie wird nur erreicht, wenn ein Chef die Talente seiner Mitarbeiter früh genug erkennt, sie würdigt und auch fördert. Die Förderung eines Mitarbeiters durch seinen Chef stößt auch auf Hinderungsgründe. Kein Chef will durch aufstrebende Mitarbeiter überrundet und ausrangiert werden. Ein Manager ordnet an, wer was zu tun hat. Je wissensintensiver die Arbeit und je höher das Qualifikationsniveau eines Mitarbeiters ist, um so mehr muß ein Chef verbales Schlag- und Gegenschlag-Training als Sparringspartner mit seinem Mitarbeiter betreiben, darf sich aber in dessen Privatangelegenheiten nicht einmischen. Auch um den beruflich erträumten und angestrebten Erfolg seines Angestellten braucht sich ein Vorgesetzter nicht zu kümmern. Nun ist es für einen Chef oft nicht einfach, seinen Führungsaufgaben gerecht zu werden. Besonders schwierig wird es jedoch, wenn er von seinem Mitarbeiter fachfremde Aufgaben verlangen muß, die nicht im Bereich von dessen Qualifikation liegen und ihn in seinem beruflichen Aufstieg hemmen können. Dieser Interessenkonflikt eines Mitarbeiters  zwischen dem, was er kann und dem, was er neu lernen muß, kann jede Führungskraft entgleisen lassen, weil sie dem Mitarbeiter nämlich helfen muß, seine gesetzten Ziele zu erreichen, auch im Sinne des Unternehmens. Ein Manager soll Mentor sein, Kommunikator, Freund und Helfer und seine gedanklichen Ideen an seine Mitarbeiter weiter geben. Eine Führungskraft muß Ergebnisse und Resultate erzielen, die den Interessen des Unternehmens dienen, wobei man dem einzelnen Mitarbeiter nicht immer die Zeit geben kann, wie er sie unter Umständen benötigt. Die Schlußfolgerung daraus heißt, daß der Chef seinen Mitarbeiter intensiv persönlich betreuen muß. Jedes Unternehmen ist verpflichtet, persönliche Probleme seiner Mitarbeiter aufzufangen. Führungskräfte sind die obersten Entwickler ihres Personals, aber keine Förderer für deren Karriere-Laufbahn. Mitarbeiter sollten freundlich wie Kunden behandelt werden, um einem künftigen Fachkräftemangel vorzubeugen. Hohe Ansprüche des Führungsnachwuchses an einen bekömmlichen Führungsstil ihres Vorgesetzten gehören zu den entscheidenden Kriterien für die Wahl eines künftigen Arbeitgebers. Dieser muß mit einfachen Mitarbeitern genauso gut umgehen können, wie mit seinem Führungspersonal. Die jungen aufsteigenden Führungskräfte wünschen sich die Wertschätzung ihrer Arbeit in Form einer regelmäßigen und unmittelbaren Rückkopplung durch ihre Vorgesetzten. Da größtenteils in vielen Familien der Mittelklasse materieller Wohlstand für die Nachwuchskräfte herrscht, spielen Autoritäten für die jüngere Generation nicht mehr die große Rolle, wie bei der älteren Generation, und die Eltern vermitteln ihren Kindern oft, alles im Leben erreichen zu können, selbst bei schwierigster Ausgangslage. Aber nur Eltern, die halbwegs optimistisch eingestellt sind, können ihrem Nachwuchs ein erquickliches Ziel erreichbar werden lassen.Eine flache Hierarchie mit nur einer Ebene unter dem Vorstand läßt nur wenig Entwicklungs- und Aufstiegschancen zu, da die Führungspositionen mit Personalverantwortung oft rar gesät sind. Anreize mit attraktiven Projekten, einem guten Gehalt und Zielvereinbarungen mit zusätzlichen Boni können ausgleichend wirken.                      Verheerend für ein Unternehmen kann es sein, wenn eine angehende Führungskraft weggelobt werden muß, weil für sie kein Posten frei ist. Dies kann nur Unternehmen geschehen, die nicht über ausreichend Mitarbeiter verfügen und diese womöglich kaum zu beschäftigen wissen. Jedes Unternehmen muß intern versuchen, alle Möglichkeiten auszu-schöpfen. Diese Situation wird allerdings durch einen Fachkräftemangel verschärft, der im Gesundheitswesen bereits die Auszubildenden erreicht. Der Fortbildungsdrang für eine vermehrte Weiterqualifizierung war früher sogar stärker als heute. Man mußte für sehr gut Qualifizierte entsprechende Posten schaffen. Aber mehr Posten, mehr Hierarchien, haben stets einen Informationsverlust zur Folge. Die Kommunikation wird intensiver, wenn die wenigen Führungskräfte von administrativen Aufgaben freigestellt werden, was die Mitarbeiter sehr zu schätzen wissen.   

 

Die Büchse der Pandora

Die Büchse der Pandora enthält die gesammelten Schmerzen, das gesammelte Leid der gesamten Menschheit. Darum sollte man die Büchse lieber nicht öffnen, um ihr Unheil nicht herauszulassen. Ob die griechische Unheilsprophetin Kassandra die Büchse der Pandora in ihrer Gewalt hatte, weiß ich nicht. Aber ich halte das für unmöglich.  

Kassandra hatte ihr Unheil stets vorausgeklagt, aber dafür keine Prophylaxe angeboten.  

Eine Vorbeugung für vorausgeschautes Unheil, wie Erdbeben oder Überflutungen, setzt magische Kräfte voraus, die Kassandra nicht hatte.   

 

Was ist das Gesetz?

Das Gesetz ist wie ein Netz  

Mit vielen Maschen,

Mit engen und mit weiten.

Durch die weiten  

schlüpfen die Gescheiten.

In den engen

Bleiben die Dummen hängen.  

 

Das Gute folgt den Grundsätzen  Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit und Menschlichkeit. Der göttliche Auftrag an den Menschen lautet: Überall in der Welt Gutes zu tun.  

 

Lieber Gott!  Du hast mir das Können genommen; jetzt nimm mir auch das Wollen!  

 

Der kathegorische Imperativ an die schreibende Zunft lautet: Schreibe so, als ob Du Dich jederzeit immer wieder selbst lesen müßtest! Zeige, daß Du Dich lesen kannst!

 

Ängste der Menschen

Vor einer Arbeitslosigkeit, vor Nachlassen der Geld- und €uro-Stabilität, vor Inflation, Deflation, Rezession, Armut, vor Überforderungen der Politiker, vor schlimmen Krankheiten und Seuchen, vor Defiziten von Körper und Geist, Herz-, Leber-, Nieren-,Lungen- Darmversagen, vor einer Kolik, vor Krebs, vor multipler Skllerose, vor AIDS, vor Demenz, vor Orientierungslosigkeit, Stummheit, Taubheit, Erblindung, vor chaotischen Zuständen, vor Anarchie = Herrschafts-losigkeit und Terror, vor Gewalt, vor einem Krieg, vor einem Mißbrauch von Sprache und Macht, vor Verelendung, vor Mobbing-Attacken, vor einem Brand von angesteckten Autos und Häusern, vor Folter, vor Infektionen, vor Ertrinken, vor einem Verkehrsunfall, vor einem Blitzschlag, vor Naturkatastrophen wie Erdbeben und Überflutungen, vor Wohlstandseinbußen, vor Egoismus und Materialismus, vor Selbstmordattentaten, vor einem Flugzeugabsturz, vor einer Lawine, vor einer Lebensmittelvergiftung, vor einem Vertrauensbruch.   

 

Lügen und Wahrheiten

Alle Lügen betrügen den Zeitgenossen, der  verdrossen nach der Wahrheit sucht, diese aber meist verflucht, weil er sie nicht finden kann, obschon er oft ist nahe dran. Sperren gibt es mehr und mehr, prinzipiell, auch kreuz und quer, innen und außen angelegt, kaum erkannt, schwer weggefegt, schützen alle Lügenbolde, und noch andere Unholde, die nicht mit der Wahrheit leben, sich nicht zu erkennen geben, Desinformationen streuen,darum auch das Tageslicht scheuen.

 

Unsere Erde

Unsere Erde hat eine Krankheit. Sie heißt Menschenschädlinge. Von Menschen verursachte Schäden sind:                         

Luftverschmutzung, Wasserverschmutzung von Meeren, Flüssen und Seen, Umweltverschmutzung, Abholzung und Abfackeln von Regenwäldern, Treibhauseffekt, Ozonlöcher durch Einsatz von FCKWs = Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffen, Überfischen von Ozeanen, Flüssen und Seen, Überflutungen, Feinstaubausstoß, Klimawandel, Abfallberge, Tsunamis, Tornados, saurer Regen, Einsatz von schwer abbaubaren Herbiziden, Fungiziden und Pestiziden, Abschmelzen der Eisberge in Arktis und Antarktis, Rückgang von Arten im Pflanzen- und Tierreich, Auslösen von Beben im Bergbau, Lawinengefahr durch unkontrolliertes Skifahren außerhalb vorgeschriebener Pisten, Aufnahme von Umweltgiften wie Quecksilber und Dioxin, durch Tiere  Fische und Menschen, etc..  

 

Selbstwertgefühl

Wenn ein Mensch alles leisten soll, was man von ihm fordert, steigert sich sein Selbstwertgefühl, wenn er alles vollbringt.  

 

Menschliche Eigenschaften

Die inhaltsleeren und gesichtslosen Menschen sind von sich sehr überzeugt und eingenommen, treffliche Menschen sind mißtrauisch, der Lasterhafte ist frech, der Gute ängstlich; jeder Mensch will korrekt sein und akzeptiert werden (Goethe, sinngemäß).  

 

Vergänglich und unvergänglich

Wer das Vergängliche unvergänglich machen kann, ist ein begnadeter Mensch. Zu den ideellen Vergänglichkeiten zählen eine Ehe, Freundschaften und Liebesschwüre. Zu den sachlichen Vergänglichkeiten zählen Grundstücke, Häuser, Mobiliar, Schmuck und Autos und viele andere Sachen. Zu den unvergänglichen Ewigkeiten zählen Gott, das Meer, die sich ändernde Witterung, die Sonne, der Mond und die Sterne, Regen und Trockenheit im Wechsel der Natur.  

 

Aufklärung

Aufklärung ist der Austritt des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Benutze Deinen Verstand, handle selbständig und eigenverantwortlich, so lautet die Aufforderung der Aufklärung. Kein Mensch braucht einen Vormund, der für ihn denkt und ihn lenkt. Das ist die Grundaussage der Aufklärung.  

 

“Endlich Einheit“                                                    29.03.2012

Die Ostdeutschen, also die neuen Bundesbürger, klagen über fehlende Unternehmenssitze und Mitarbeiter mit hohen Gehältern, weil diese die Kaufkraft stärken und zu hohen Steuern führen. Eine arme Ruhrgebietskommune nimmt mehr Steuern ein, als die erfolgreichste Stadt im Osten. Im Osten gibt es keine einzige Führungszentrale eines Konzerns, machen diese aber doch ein Drittel der Wertschöpfung aus, weil dort Forscher, Entwickler und Manager mit hohen Löhnen arbeiten. Viele Konzernzerntralen wanderten nach dem Krieg vom Osten in den Westen ab. Im Osten produzierte heutige Waren werden über West-Konzernzentralen abgerechnet, die auch im Westen ihre Steuern zahlen. Wenn der VW-Konzern im Osten Autos herstellen läßt, werden diese in Wolfsburg abgerechnet. Die ostdeutschen Betriebe haben dann das Nachsehen. Die Erhebung der Erbschaftssteuer schlägt im Osten zu 5 €uro, im Westen zu 55 €uro zu Buche. Ist das gerecht? Muß im Westen alles teurer sein, als im Osten? Der Solidarpakt gleicht die ungerechte Steuerverteilung zwischen Ost und West einigermaßen aus. Die Transferzahlungen in Richtung Osten werden längst kompensiert durch Steuern und Sozialabgaben, die die Ostdeutschen, die im Westen arbeiten, leisten. Westdeutsche Unternehmen verkaufen im Osten wesentlich mehr, als umgekehrt. Westdeutschland verdient also an der Einheit. Die wirtschaftliche Schwäche Ostdeutschlands braucht andere und neue Unternehmen, um zum Westen aufzuschließen. Aber sobald das Potential von neuen ostdeutschen Firmen erkennbar wird, werden sie von den großen Firmen Westdeutschlands     aufgekauft, die auch noch Fördergeld für Investitutionen erhalten. So geht die mit viel Geld geförderte Ost-Wirtschaft in West-Besitz über, und der Osten geht leer aus. Das Ost-West-Gefälle dokumentiert eine wachsende Ungleichheit, wie auch zwischen Nord und Süd unserer Bundesrepublik.Ein Gutachten mit notwendigen Veränderungen wird eher zurückgehalten von unserer Bundesregierung, statt es erfolgreich umzusetzen, weil Änderungen Kraft kosten; denn der Umgang mit der Wissenschaft ist nicht nur respektlos, sondern oft auch leider sehr teuer. Die teuren Produkte und Dienstleistungen müssen auf ein gehöriges Maß zurückgestutzt werden, damit der einfache Bürger sie erwerben und überleben kann.  

 

                                                                                                                            Münster, 21.10.2012

Dr. Ratio Nenstoff, Internet-Seiten: www.rationenstoff.de, www.ratio-crescat.de  

"Ein Mann, ein Plan" in der Zeit

 

Werter Herr Schieritz,

Ich möchte das Schäuble-Bekenntnis abwandeln zu "Je kleiner die Krise, desto größer sind die Chancen für eine Verbesserung der Verhältnisse". Schäubles Werbung für Europa ist zukunftsorientiert und damit vollkommen unsicher darüber, was uns die Zukunft bescheren wird, Vor- oder Nachteile. Schäuble stützt sich somit auf einen imaginären künftigen Sachverhalt, den er festmachen will. Er plädiert im Gegensatz zu der Direktorin des IWF's, Christine Lagarde, dafür, daß man Griechenland seine Schulden nicht erlassen sollte.  Aus meiner Sicht hat er Recht, weil Griechenland anfangen muß, auf eigenen und nicht auf fremden Füßen zu stehen. Fremde Füße bestehen aus immer höher werdenden Krediten, die die Zahlungsunfähigkeit ständig vor sich herschieben, sie aber nicht stoppen können, wegen einer gigantisch hohen Überschuldung von ca. 500 Milliarden €uro. Ein totaler oder partieller Schuldenerlaß würde die notwendigen Reformbestrebungen Griechenlands zum Schuldenabbau vermutlich zunichte machen. Griechenland ist ein bedauernswertes Land, weil seine Bewohner Kürzungen ihrer Gehälter und Löhne bis zu 40 Prozent ertragen müssen, und der Sparwille dadurch zum Erliegen kommt.  

Aber die Löhne sind auch jahrelang unverhältnismäßig gegenüber der Produktivkraft Griechenlands angestiegen, so daß jetzt ein Ausgleich und eine Erniedrigung der Löhne erfolgen muß.  

Wenn eine, von den Staats- und Regierungschefs eingesetzte Arbeitsgruppe mit ihrer Reformagenda von Finanzminister Wolfgang Schäuble abgelehnt wird, muß er dafür schon triftige  Gründe haben, die Sie aber leider nur notdürftig mitteilen. Es kann doch darin nicht nur um frisches Geld für Schuldensünder und fehlende Haushaltsdisziplin gehen. Die Stabilität des €uro müßte ein Hauptanliegen Schäubles sein. Wenn das abstrakte Gebilde Währungsunion mit einem eigenen Budget ausgestattet werden soll und sogar Kredite aufnehmen darf, wird es wie eine Bank agieren und behandelt werden.  Wer soll denn diese Kredite entgegennehmen dürfen?  

Fordern statt Fördern ohne gemeinsame Staatsanleihen, die auf eine Vergemeinschaftung der Schulden hinauslaufen würden, scheinen Schäubles unattraktives Rezept zur Bewältigung der Finanz- und Schuldenkrise zu sein.

Was ist riskant an dem Konvent, so daß er von Merkel's Beratern abgelehnt wird?

Wenn die Italiener Ideen zur Stabilisierung der Märkte und Hilfen für die Wirtschaft vermissen, sollten sie sich schleunigst Gedanken darüber machen und versuchen, diese in Schäuble's Arbeitspapier und Plan zur Bändigung der Finanzkrise einzubringen. Sein Placet dafür wird aber wohl fraglich sein, da die Südländer vornehmlich auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind.  

Ein Konflikt mit den südlichen überschuldeten Ländern Griechenland, Portugal, Spanien und Italien wird sicher unvermeidlich sein, weil die nördlichen Länder sich wohl nicht so leicht an deren Schuldenabbau beteiligen wollen.  

Klagen beim Bundesverfassungsgericht wird es nicht geben, wenn der Kommissar aus Brüssel sich nicht in sensible Haushaltsfragen der €uroländer einmischen darf.  Dies muß aber gesetzlich verankert werden.  

Mit freundlichen Grüßen, Dr. Ratio Nenstoff, www.ratio-floreat.de, www.ratio-purus.de und www.ratio-impetus.de

 

                                                                       Münster, 15.05.2012Dr.  

Ratio Nenstoff, www.rationenstoff.de und www.ratio-crescat.de und org„

"Spekulationen über Athener €uro-Austritt“                        

Werter Herr Kürzel-wmu,

Wenn Sie Griechenland mit einem möglichen €uro-Austritt ins Auge fassen, sollten Sie dies Auge nicht verwässern.  Alle anderen politischen Angelegenheiten, die Sie mittteilen, gehören entflochten in einen eigenen, separaten Zeitungsartikel. Die Gemengelage erschwert nur das Verständnis. Verzeihen Sie mir bitte, daß ich Ihnen diesen Fehler vorhalte. Vorgehaltene Fehler kann kein einziger Mensch aushalten. Er bricht die menschliche Beziehung zum Fehlervorhalter als Gescholtener eher ab, weil er nämlich seine Fehler behalten und nicht ausbügeln will,  da ihm dies zu anstrengend wäre.Die fehlende Verkraftung von Fehlern zählt aus meiner Sicht zu den unausrottbaren Todsünden der Menschheit, da geistiger Stillstand die Folge wäre.   

Mit freundlichen Grüßen, Dr. Ratio Nenstoff, www.ratio-floreat.de, www.ratio-purus.de und www.ratio-impetus.de

 

Willkür und Machtmißbrauch der Pekinger Führung

Am 4. Juni 1989 stellte sich ein junger schlanker Chinese mit ausgebreiteten Armen auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking vor einen Panzer, um eine militärische Machtdemonstration des Pekinger diktatorischen Regimes zu stoppen.  Am Tag zuvor hatten zwei Divisionen der Volksbefreiungsarmee eine riesige Demonstration durch ein tödliches Massaker an tausenden Chinesen aufgelöst. Das Resultat waren 4000 Tote. Der junge Mann wurde abgeführt und nie wieder gesehen. Wahrscheinlich wurde er in Form einer Säuberungsaktion als Fremdkörper der Totalitarität liquidiert, und sämtliche Spuren seines Lebens und Wirkens aus Parteiüberlebensgründen des Pekinger Regimes rigoros und restlos beseitigt. Machtausübung und Machterhaltung werden durch eine Sprache der Macht durch das chinesische Regime manifestiert.  Es hält sich ganz verzweifelt durch eine riesige große Geste des zivilen Ungehorsams und des Widerstands mit rigorosen Maßnahmen an ihrer despotischen Macht. Dieser undemokratische Machtmißbrauch wird aus wirtschaftlichen Erwägungen, und die Menschenrechtsverletzungen von unserem Außenminister Guide Westerwelle kaum beachtet und auch nicht angesprochen. Selbst Freiheitskämpfer, wie der junge Chinese, erhalten keine Würdigung ihrer Tat, werden historisch einfach totgeschwiegen und geraten in Vergessenheit, weil es das Regime so will. Aber die wichtigen Ohnmachtsstimmen müssen vor dem Vergessen bewahrt werden. Und das gelingt nur mit ausländischen Autoren und Journalisten, Außenministern und Diplomaten.

Deng Xiaoping hat als damaliger chinesischer Regierungschef in einem Kommentar über die chinesische, gegen das Regime gerichtete, Massendemonstration in der Pekinger regierungsfreunlichen Volkszeitung diese Veranstaltung als großen Teil des chinesischen Volkes als dong luan = Aufruhr und Krawall gebrandmarkt. Er hat seine Sprache mißbraucht, um sich und die Pekinger Führung an ihrer despotischen Macht zu halten. Die patriotische Aktion des massenhaften Aufstands auf dem Platz des Himmlischen Friedens wurde einfach kriminalisiert, um ihrer Herr zu werden. Die Teilnehmer des Aufstands wurden zu Staatsfeinden erklärt, damit sie jederzeit und unendlich lange straf-rechtlich verfolgt und aus dem Verkehr gezogen werden konnten. Heutige chinesische Dissidenten wollen sich von dem Verdikt „Aufruhr und Krawall“ befreien, weil die Opfer des Massakers sonst keine Genugtuung und Gerechtigkeit erfahren, da sie unbegrenzt strafrechtlich verfolgt werden können. Zwischen den Sprachbegriffen „Aufruhr und Krawall“ einerseits und „patriotische Aktion“ andererseits liegen Welten und Weltfremdheiten, die nicht aus dem Weg geräumt werden können, weil sie in ihren gegenseitigen Gesinnungen und Haltungen fundamental voneinander abweichen. Das despotische Pekinger Regime ist zu keinen Zugeständnissen an seine Gegner bereit weder in der Gegenwart, noch für die Vergangenheit, weil es sonst seine Schuld an den Opfern des Massakers zugeben würde. Der chinesische Begriff „liu mang“ gleich Galgenstrick oder Lumpenproletariat = Lumpengesindel trifft den Kern des Problems nicht, weil er damit die Sicht der chinesischen unmenschlichen Obrigkeit dokumentiert und nicht die Sicht der Widerstandskämpfer und Oppositionellen. Das Herz der Tiananmen-Bewegung waren die Patrioten und Kämpfer. Die Intellektuellen dagegen hatten sich im entscheidenden Moment von der patriotischen Bewegung zurückgezogen aus Furcht vor einer Rache des unbarmherzigen Regimes.  

 

Haltungen und Gesinnungen

Manche Menschen lieben nur Gleichgesinnte und finden sich dabei in einer Mehrheit. Es gibt aber auch einige Menschen, die sich von gegensätzlichen Gesinnungen, Haltungen und Charakteren angezogen fühlen. Sie bilden aber eine Minderheit. Das Motto für die beiden unterschiedlichen Lebensperspektiven lautet: Gleich und gleich gesellt sich gern und Gegensätze ziehen sich an.

 

Dr. Ratio Nenstoff, www.rationenstoff.de, www.ratio-crescat.de  

Werter Herr Marc Beise,

Es macht keinen Sinn, wenn sich der Ökonom Hans-Werner Sinn über die brandgefährlichen Risiken der Europäischen Zentralbank EZB äußert, weil diese in unbegrenztem Maße Staatsanleihen von krisengeschüttelten Ländern aufkauft, die eigentlich nur Schrottpapiere sind. Das weiß doch bereits die ganze Welt.  

Professor Sinn scheint kein erfolgversprechendes Gegenkonzept darüber zu besitzen. Die Zahlungsbilanz zwischen Ausfuhren und Einfuhren von Gütern und Dienstleistungen ist besonders in den Krisenländern Griechenland, Portugal, Spanien und Italien nicht ausgeglichen, weil die Importe deren Exporte um ein Vielfaches übersteigen. Die genannten Länder leben somit extrem über ihre wirtschaftlichen und finanziellen Verhältnisse und haben dadurch ihre tiefgreifende Schuldenkrise verursacht. Und sie leben weiter auf Pump und Kredit fort, weil sie es anders nicht gewohnt sind, obwohl sie genau wissen, daß das                      schädlich ist.  Eine Kapitalflucht der Gläubiger, die ihre Investitionen nicht mehr wahrge-nommen wissen, ist die unausbleibliche fatale Folge. Eine Verkleinerung der €urozone durch einen Austritt aus der Gemeinschaftswährung €uro scheint für die Krisenländer nicht wünschenswert zu sein. Sie können aber ihre wettbewerbsfähige Abwertung auch innerhalb des €uro betreiben, ohne auf ihre alten Währungen zurückgreifen zu müssen. Sie müssen einfach die Preise für ihre Exportgüter senken, das zu hohe Lohn- und Gehaltsniveau im Vergleich zu ihrer Produktivkraft deutlich absenken und dadurch das Zahlungsbilanzdefizit in ein Gleichgewicht bringen. Die Überlebensfähigkeit des €uro wird mit meinen vorgeschlagenen Maßnahmen vermutlich sicher gestellt, wenn alle südeuropäischen Krisenländer meine Vorschläge aufgreifen und ihren Gürtel enger schnallen.   

Mit freundlichen Grüßen, Dr. Ratio Nenstoff, www.ratio-floreat.de, www.ratio-purus.de und www.ratio-impetus.de

 

Tibet ist ein erobertes Land, 

das sich die Chinesen 1950 einverleibt und als zusätzliche chinesische Provinz ausgewiesen haben. Nur wollen die Chinesen diese Wahrheit nicht wahr haben. Die Selbstverbrennungen einzelner Tibeter legen Zeugnis ab für die despotische Fremdherrschaft der Chinesen. Keinesfalls ist der Dalei Lama für die Selbstverbrennungen seiner Landsleute verantwortlich. Er wirkt eher beschwichtigend und begütigend, obwohl ihm diese Selbstverbrennungen durch die chinesische Propaganda angehängt werden. Tibet kann nur frei werden, wenn die chinesischen Besatzer ihre tibetische Provinz in die Freiheit entlassen. Sie siedeln aber verstärkt Chinesen in Tibet an, um ihren Anspruch auf das annektierte Gebiet Tibet zu untermauern. Eigentlich müßte das Völkerrecht die Chinesen an den Pranger stellen, solange, bis sie ihr annektiertes Gebiet Tibet an das tibetische Volk zurückgeben.  

 

Rückschläge

Greg Smith hat sich von Goldman Sachs getrennt, ein Buch über seine Erfahrungen geschrieben, in dem er das Unternehmen verteufelt, obwohl er 500.000 Dollar im Jahr verdient hatte. Aber das war ihm nicht genug. Er wollte 1,5 Millionen Dollar haben und hat sie mit seinem Buch auch gekriegt, obwohl er darin kaum Zeugnisse über die Verwerflichkeit von Goldman Sachs geliefert hat. Die Public-Relations-Abteilung des Unternehmens Goldman Sachs, also ihre  Öffentlichkeitsarbeit, schlug zurück und stellte fest, daß Greg Smith ein Versager sei, der vor seiner Kündigung niemals Kritik an der Unternehmenskultur von Goldman Sachs geübt hätte. Greg Smith wollte statt einer halben Million eine ganze Million Dollar haben. Goldman Sachs befand, daß nicht ihr Unternehmen, sondern Greg Smith unersättlich in seinen Forderungen sei.  

Mein Kommentar:

Auch mit einem Buch läßt sich nicht immer die Wahrheit herausfinden. Die Gerechtigkeit hat viele Seiten. Sie ist aber nicht jedermann zugänglich. Der Wunsch nach Gerechtigkeit wird in der Regel nicht befriedigt, sondern oft sogar abgestraft.  

 

                                                                                                                        Münster, 07.11.2012

Dr. Ratio Nenstoff, www.rationenstoff.de, www.ratio-crescat.de  

Werte dpa-Redakteure und anderere, fürsorgliche Gesellen,  

Das Sparprogramm der griechischen Regierung unter Antonis Samaras, ist die Quittung für jahrelanges Fehlverhalten von Staat und seiner Bevölkerung, die beide immer über ihre finanziellen und wirtschaftlichen Verhältnisse gelebt haben und dies auch noch weiterhin tun. Löhne und Gehälter wurden gegenüber der geringen Produktivkraft des Landes ständig und jährlich erhöht, ja sogar überhöht. Die 16 Millionen Griechen haben ihren jetzigen Zustand größtenteils selbst verschuldet. Ein Leben über die Verhältnisse zahlt sich eben nicht aus. Obwohl es leicht ist, einen unbezahlbaren Kredit zu erhalten, weil jede Bank auch etwas daran verdienen will, sollte man einen Kandidaten und Kunden stets auf dessen Kreditwürdigkeit hin überprüfen. Das wurde wohl außer acht gelassen. Kein einziger Mensch kann den Griechen aus ihrer selbst verschuldeten Misere helfen, auch wenn eine soziale Explosion drohen und bevorstehen sollte. Alle Gläubiger griechischer Schulden wollen in der Regel mit Gewinn ihre Investitutionen eines Tages zurückhaben und keinen Schuldenerlaß anbieten. Schließlich hängt davon das Wohl und Wehe ihres Unternehmens ab. Rezession, Inflation und Deflation können den Siegeszug des Kapitals nicht aufhalten. Dieser Siegeszug unterliegt allgemeinen Vernunftgründen. Die Geldpolitik ist stets ein Maß für seriöses bis unseriöses, verantwortungsvolles bis verantwortungsloses Handeln der Menschen. Wenn tausende Griechen auf die Straße gehen, um gegen das Sparkonzept ihrer Regierung von Samaras zu protestieren, demonstrieren sie damit auch gegen eigene Verschuldungspraktiken, also gegen sich selbst. Und das kommt einem Harakiri, einem Selbstmord, gleich. Wenn die Griechen bei einem Schuldenstand von 400 Milliarden €uro in einem Jahr gerade einmal 13 Milliarden €uro einsparen können, sind sie mit ihrem Schuldenabbau über 30 Jahre lang beschäftigt. Ein teilweiser oder vollständiger Schuldenerlaß brächte für Griechenland keine Besserung, weil die Gläubiger das Nachsehen hätten, ihre Vertrauenswürdigkeit in den griechischen Staat und seine Zahllungsfähigkeit verloren gehen würde, die Wettbewerbsfähigkeit griechischer Produkte auf dem Weltmarkt Einbußen erleiden würde, entscheidende Einnahmequellen durch beschnittene Gehälter und Löhne nicht mehr stattfinden könnten. Die Griechen müssen ihre Ausgaben rigoros kürzen, ihren Import und Export in ein stabiles Gleichgewicht bringen, Steuererhöhungen moderat durchführen und den Subventionswald durchforsten und lichten. Trotz allem bleibt Griechenland ein bedauernswertes Land, das nur im Schneckentempo vorwärts kommt und seine Schulden nicht auf andere Länder abladen kann.  

Mit freundlichen Grüßen, Dr. Ratio Nenstoff, www.ratio-floreat.de, www.ratio-purus.de und www.ratio-impetus.de

 

Dr. Ratio Nenstoff,                                                                                           Münster, 23.11.2012

An Familie Eduard und Gesine Schwerinck , in Münster

Unwerte und ungeliebte Familie Eduard und Gesine Schwerinck, 22 Jahre sind genug für eine unzumutbare  Grenzüberschreitung Ihrerseits, die meine Frau und ich als ständiges Mißvergnügen aushalten müssen.  Sie führen sich wie ein Büßer auf, obwohl Sie seit 22 Jahren ein Sünder sind und die Gesetze für eine reguläre und gesetzlich verankerte Grenzbepflanzung  nicht einhalten. Sträucher müssen einen Mindestabstand von 50 Zentimetern, Bäume von 1,5 Metern zur Grenze haben. Das sind gesetzliche Vorschriften, die Sie nicht eingehalten haben und ich auch  nicht zu vertreten habe.  Ändern Sie das bitte ab! Ich kann mich kaum wehren, weil Sie mir ständig ausweichen und den Status quo beibehalten wissen wollen, aber gerade dieser ist der Stein des Anstoßes. Gesetze müssen beachtet und dürfen nicht überschritten werden.  Ihr Status quo ist ein permanentes Ärgernis für mich, weniger für meine Frau, die sich einen totalen Sichtschutz eher wünscht, als ich und wie Sie.  Wenn Sie meine Änderungswünsche nicht akzeptieren, muß ich leider das Verwaltungsgericht Münster einschalten und da werden wir doch mal sehen, wer Recht bekommt, wenn Sie es denn darauf ankommen lassen wollen.  Eintracht kann es nur geben, wenn beide Seiten aufeinander zugehen und einen tragbaren Kompromiß schließen können. Ihre Grenzbepflanzung ist ein permanentes Ärgernis für mich. Sie ist eine reine totalitäre Diktatur für mich und eine totale Überschreitung einer Sichtschutzbepflanzung. Ständig muß ich Ihre überhängenden Zweige in mühevoller Arbeit abschneiden. Ich will auch noch leben können, ohne durch Sie auf Dauer stranguliert zu werden. Sie haben unser gegenseitiges Einvernehmen in der Hand. Ich habe Sie in keiner Weise brüskiert, weil es hierbei um Nachbarschaftsrechte,  Nachbarschaftspflichten und Gesetze geht, gegen die Sie seit 22 Jahren nonchalant verstoßen haben. Beseitigen Sie bitte alle Sträucher und Bäume und bringen Sie diese auf die gesetzlichen Abstände!  

Mit verstimmtem Gruß,  Dr. Ratio Nenstoff,  www.rationenstoff.de, www.ratio-crescat.de, www.ratio-floreat.de, www.ratio-purus.de und www.ratio-impetus.de

Kommentar:  

Seit Erhalt meines nachbarlichen Schreibens erwidert Herr Schwerinck meinen Gruß nicht; er ignoriet mich und behandelt mich wie Luft. Ich werde trotzdem meinen freundlichen Gruß beibehalten, weil ich kein unhöflicher Mensch bin. Herr Schwerink kann meine Wahrheiten und seine eigenen Fehler nicht aushalten. Er reagiert wie eine beleidigte Leberwurst und betrachtet sich als Opfer in unserem Streit, obwohl er der Täter ist.

Passend dazu habe ich zwei Lieder aus dem evangelischen Gesangbuch herausgesucht. Das erste habe ich aus dem Gedächtnis zitiert und ergänzt; ich konnte es nicht finden:

 

Die Wahrheit wird jetzt unterdrückt,

Will niemand Wahrheit hören;

Die Lüge wird gar fein geschmückt,

Man hilft ihr auf mit Schwören.

Die Wahrheit wird somit verlacht,

Die Lüge wird dadurch geacht‘

Und läßt sich gar nicht stören.  

 

Das zweite Lied steht auf der Seite 108 des evangelischen Kirchengesangbuchs:

 

O komm, Du Geist der Wahrheit

Und kehre bei uns ein!

Verbreite Licht und Klarheit,

Verbanne Trug und Schein!

Gieß aus Dein heilig Feuer,

Rühr‘ Herz und Lippen an,

Daß jeglicher Getreuer

Den Herrn lieben und bekennen kann.

 

Bekundete Wahrheiten und vorgeworfene Fehler kann kein einziger Mensch aushalten.

Er reagiert gekränkt, beleidigt und verletzt und begeht einen kommunikativen Kahlschlag,  

das heißt, er bricht die menschliche Beziehung zu dem Fehlervorhalter ohne Dialog ab.  

Seine Fehler existieren für ihn nicht, denn er will sie behalten. Er huldigt dem Vollkommenheitswahn. Nicht der Gescholtene ist der Schuldige, sondern der Fehler-

vorhalter, der sich erdreistet hat, im Fehlerkorb eines anderen Menschen zu fischen.  

Dies Verhalten, keinen Fehler entgegennehmen zu können, gehört zu den Todsünden der  

zivilisierten Menschheit. Dabei wäre es doch ganz einfach, seinen Fehler einzusehen,

ihn zuzugeben und aus der Welt zu schaffen. Das aber geschieht nicht aus den  

besagten emptionalen Gründen.  

Ich frage mich: Was hätte Jesus Christus getan? Hätte er die grav ierenden Fehler

nicht aufgezeigt? Er hat sogar Händler und Hurensöhne aus seinem Tempel  

geworfen. Er hat sich also auch nicht alles gefallen lassen.   

 

Kenneth Rogoff und seine Philosophie

Zwei Männer überleben einen schlimmen Flugzeugabsturz und landen in einem unwegsamen Savannen-Gelände, das von  Löwen beherrscht wird.  Einer der beiden Männer beginnt sofort seine Turnschuhe anzuziehen. Daraufhin wollte der andere wissen, warum er das tue. Und dieser antwortete darauf: „Ich mache mich fertig, um wegzurennen.“ Ihm hielt der andere entgegen: „Aber Du kannst doch nicht schneller laufen, als ein Löwe.“ Darauf sagte der Mann mit den Turnschuhen:  „Ich muß nicht schneller laufen als ein Löwe. Ich muß nur schneller laufen als Du.“

Kommentar

Die Intelligenz ist unterschiedlich stark verteilt. Jeder kämpft täglich um sein Überleben. Störende Elemente werden aussortiert.

 

Nützliche Zeichen

Woran erkennen wir, ob uns jemand die Unwahrheit sagt? Dazu gehören Weitschweifigkeiten, sprachliche Ungereimtheiten, verzögertes Antworten auf bohrende Fragen. Die Wahrheit wird unterdrückt, die Lüge hat das Sagen. Letzten Endes triumphiert die Wahrheit, weil sich die Lüge auf die Dauer nicht halten kann. Sie wird enttarnt, entlarvt und in ihr unwirkliches Lügen-Gleis geschickt. Die Wahrheit setzt sich aber nur durch,wenn sie stärker als die Lüge ist und wenn sie nachhaltig vertreten wird.  

 

                                                                                                                        Münster, 18.12.2012

Dr. Ratio Nenstoff, www.rationenstoff.de und www.ratio-crescat.de und org

Werte Welt-Redakteure,

NSU-Terror / "Merkel fordert vollständige Aufklärung der Mordserie 

Jörg Ziercke, der Präsident des BKA, will die angebliche, unbewiesene, vielleicht unbescholtene NSU-Terroristin Beate Zschäpe mit einer logischen, plausiblen und dichten Anklage verurteilt wissen. Wenn er aber auf eine Aussage der 37-jährigen Angeklagten verzichten will, verfährt er aus meiner Sicht grob fahrlässig, weil er damit der Gerechtigkeit mit ihren Wahrheiten nicht dienen will. Seine Vorgehensweise ist diktatorisch-totalitär, selbstherrlich und mit einem Mißbrauch von Sprache und Macht verbunden.

Was man braucht, ist ein Geständnis der Beklagten, und zwar ohne Foltereinwirkung auf Körper und Geist. Zschäpe muß den Hergang einiger Mordtaten aus ihrem Langzeitgedächtnis abrufen und schildern können. Damit kein Falsch-Geständnis eintreten kann, ist unbedingt auf Widersprüche zu achten. Eine vollständige Aufklärung der NSU-Terror-Mord-Serie kann schon deshalb nicht stattfinden, weil alle Beteiligten des BKA und der Verdächtigten und Beschuldigten Gedächtnis-Lücken haben können, die eine vollständige Aufklärung erschweren können. Angela Merkel verfolgt Ideale, die nicht eintreten können, da die Realitäten dagegen sind. Es gibt keinen 100-prozentigen Aufschluß über die NSU-Verbrechen. Azuro, so ist das Leben.  

Mit freundlichen Grüßen, Dr. Ratio Nenstoff, www.ratio-floreat.de, www.ratio-purus.de und www.ratio-impetus.de  

 

Am 14.03.2003 verkündete Altbundeskanzler Gerhard Schröder seine Agenda 2010 und sorgte damit für einen Aufschwung und für neue Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands.  

5  Millionen Arbeitslose galt es zu bekämpfen. 4 Milliarden €uro gab es für den Ausbau der Ganztagsschulen. Persönliche Verantwortlichkeit für das eigene Leben und einer Hilfe des Staates wurden in eine Balance gebracht.  Arbeitslose müssen wieder in Arbeit kommen, und ihre Tätigkeit muß ordentlich bezahlt werden. Fordern und fördern bedeutet für den Arbeitgeber, daß er bestimmte Berufsfähigkeiten verlangen kann. Weiterbildung muß gefördert werden.
Proteststürme hat die Agenda 2010 bei vielen ostdeutschen Bundesbürgern ausgelöst. Sie empfanden ihre Eigenverantwortlichkeit für ihr Leben wahrscheinlich als unzumutbar und wollten unseren Staat dafür verantwortlich machen. Aber Armut läßt sich ohne einen eigenen Beitrag nicht zufriedenstellend regeln. Wenn der Staat jede Art von Armut bekämpft, auch von faulen Bürgern, ist er bald der Dumme und zahlt nur obendrauf. Kein einziger Staat ist dazu verpflichtet, alles Elend auf der weiten Welt abzuschaffen. Er kann nur für Abmilde-
rungen sorgen. Die arbeitsfähigen Menschen müssen mit Arbeitsplatzangeboten und Weiterbildungsmaßnahmen gefördert, Arbeitsverweigerungen müssen mit Sanktionen bestraft werden. Anders kann es keine vernünftige Politik geben. Die Zufriedenheit der SPD mit dem, was ist, geht ständig über den status quo hinaus. Sie will immer alles sofort verbessern, auch gegen herrschende Verhältnisse und Meinungen. Deutschland muß seinen wissen-
schaftlichen Vorsprung gegenüber den Schwellenländern Brasilien und China verteidigen, behaupten unsere Ökonomen. Nur wenn das gelingt, haben wir genug Arbeit, können unsere Renten bezahlen, gute Schulen und Straßen bauen und unterhalten.
Mehr Geld für Forschung, Bildung und Ganztagsschulen, sagt Gerhard Schröder, senken den Fachkräftemangel, der auf der niedrigen Geburtenrate besteht. 

 


Sucht und Süchte
Sucht ist eine delikate Angelegenheit, weil sie jeden Menschen treffen kann. Alkoholsucht, Drogensucht, Medikamentensucht, Sexsucht und Doping im Sport, sind Süchte, von denen jeder Mensch schon gehört hat und ihr vielleicht selbst schon unterworfen war.
Das Fatale an einer Sucht ist, daß man vom Suchtmittel nicht wegkommt, sondern daß man von ihm immer mehr verlangt. Eine Sucht läßt sich nicht heilen, auch durch Entzug nicht, wie die Therapeuten dies versprechen. Denn ein Entzug muß das Einverständnis des Süchtigen voraussetzen und seine Entzugserscheinungen beseitigen helfen. Das schafft aber noch nicht einmal ein Suchtmittel, weil es die Sucht unterstützt. Die große Zahl der Rückfälle nach einer angeblich erfolgreichen psychotherapeutischen Behandlung spricht eine deutliche Sprache. Jeder Mensch kann in die Falle einer Sucht geraten, und wenn er darin ist, gibt es meist kein Entkommen, weil die Selbstdisziplin oft nicht ausreicht, um der Sucht gegen das Suchtmittel zu entfliehen und ihr zu entsagen. Die Sucht kann leider Gottes unser Leben bestimmen,
 weil sie beständig ist. Sie sucht nicht nach dem Leben, weil sie ihm unterworfen ist. Gibt es Schöneres und Erbaulicheres als die Sucht? Warum sollte man sie bekämpfen, wenn sie doch Lebensfreude spenden kann? Sucht ist ein menschliches Übel, sozusagen eine Todsünde der Menschheit, weil sie unausrottbar ist und nicht nur in der sozialen Unterschicht stattfindet. Sie geht auch in die höchsten Kreise hinein. Aber elitär ist die Sucht nicht. Eine Sucht macht den Süchtigen zufrieden, wenn er sein Suchtmittel einnehmen kann. Es gibt viele Menschen, die einen Süchtigen mit seiner Sucht ablehnen, statt ihn anzunehmen, weil er suchtkrank ist und sich von seiner Sucht nicht befreien kann. Er ist abhängig von seiner Sucht. Sucht muß anerkannt  und akzeptiert werden. Wer das nicht tut, verhält sich realitätsfremd und muß eher bestraft werden, als der Süchtige selbst. Eine Sucht wird oft als widernatürlich angesehen. Darum wird sie meist bekämpft. Dabei gibt es auch im Tierreich die Sucht. Elefanten, die gegorene Äpfel vertilgen, sind danach alkoholisiert und freuen sich ihres Lebens.
Die Abhängigkeiit von einer Sucht wird von vielen Menschen zu Lasten des Abhängigen ausgenutzt, z. B. mit einer drohenden Trennung oder Scheidung vom geliebten Ehepartner. So etwas läuft auf eine Erpressung hinaus. Ein Süchtiger kann noch meist klar denken, verliert aber seine Zuversicht, wenn er permanent indoktriniert, in ihn hineingelehrt wird,  so daß er an sich zweifeln und anderswo Hilfe suchen muß. Zu seiner sachlichen Abhängigkeit vom Bier-, Wein-, Heroin-, Kokain- Opium, Doping und Medikamenten-Mißbrauch (dabei ist meist nur eines von diesen Suchtmitteln in Gebrauch) kommt dann noch erschwerend die persönliche Abhängigkeit hinzu, so daß der Süchige seine Situation als auswegtslos betrachten muß. Sein Konsumverhalten kann er nicht ändern, weil er keine Konsumaskese betreiben kann, denn sie wäre für ihn eine menschliche Tortur, sozusagen eine Qual.  

 

                                                                                                               Münster, 06.05.2013
Dr. Ratio Nenstoff, www.rationenstoff.de und www.ratio-crescat.de und org

Werter Herr Kürzel-vL,
Warum kürzeln Sie sich ab? Befürchten Sie einen Rechtsstreit über Persönlichkeitsrechte? Ich stelle mich stets mit meinem ganzen Namen zur Verfügung und lasse jeden Rechtsstreit auf mich zukommen. Gibt es etwas Schöneres als einen Rechtsstreit über alte, verbal geäußerte Sachen? Der alte frühere Bundespräsident Christian Wulff, muß sich über armselige770 €uro als angebliches Bestechungsgeld von David Groenevold, einem Filmproduzenten, rechtfertigen. Welchen Korruptionsvorteil hat denn Groenevold dabei gehabt? Eine Korruption besteht immer aus zwei Komponenten, dem , der jemanden besticht, und dem, der bestochen wird. Bestechung und Bestechlichkeit gehören immer zusammen.
Ursache und Wirkung müssen dabei stets auseiander gehalten werden können. Leider schaffen dies nur ganz wenige Leute, solche, die das Ursache-Wirkungsprinzip auseinander halten gelernt haben.
Gibt es Besseres, als Ursache und Wirkung? Christian Wulff ist hierbei in eine unheilvolle Falle geraten und fährt darin fort, wenn es ihm nicht gelingt, sich von diesen Fesseln einer ursächlichen Bestechung und ihrer Bestechlichkeit zu befreien. Beweise sind auch Indizien. Sie dienen der Gerechtigkeit. Eine solche muß auch auf Christian Wulff angewandt werden. Christian Wulff scheitert an seiner Gutgläubigkeit und an dem Glauben, daß sich alles zum Besten kehren würde. Er scheitert an Beweisen, daß er sein Amt ohne Korruption ohne aktive und passive Bestechung ausgeübt hat. Läßt er sich daran messen?
Wer ein hohes Amt bekleidet, ist jederzeit gefordert, seriös aufzutreten ohne Wenn und Aber und ohne Makel. Aber es gibt keinen einzigen Menschen, der fehlerlos ist. Und er kann seine Fehler kaum überwinden, weil er sie nicht wahrhaben und eingestehen will. Er negiert sie in seinem Vollkommenheitswahn. Der größte Fehler Christian Wulffs ist nicht das Eingeständnis einer Korruption, sondern die fehlende Einsicht, daß seine Bestechung und seine Bestechlichkeit ein fundamentaler Fehler in seiner Amtszeit war.
Mit freundlichen Grüßen,
Dr. Ratio Nenstoff, www.rationenstoff.de und www.ratio-crescat.de und org., www.ratio-floreat.de, www.ratio-purus.de und www.ratio-impetus. de

 

 Dr. Ratio Nenstoff
„Angriff auf das Vermöglen“ vom 26.05.2013 von Christian Siedenbiedel in der F.A.S.
Werter Herr Siedenbiedel,
Eine Attacke auf das Vermögen findet immer statt, wenn die Zinsen für das eingelegte Kapital niedriger sind, als die Inflationsrate. Je größer die Diskrepanz   zwischen beiden Parametern ist,  um so grö0er ist der Verlust des Ersparten bei den Vermögensbesitzern. Ich glaube nicht, daß die Niedrigzinsphase den südeuropäischen Ländern helfen wird, weil diese einfach nicht sparen können. Sie brauchen den vollen Konsum ohne Abstriche und ohne Sparsamkeit. Sie haben über ihre wirtschaftlichen Verhältnisse gelebt und tun das noch weiter, obwohl sie genau wissen, wie schädlich das ist, ständig auf Pump und Kredit zu leben. Ich kann eine solche Mentalität nur bedauern, weil die Sucht nach immer mehr Geld unerschöpflich ist. Gewinner der Niedrigzinsphase sind vor allem die Schuldner und die hoch verschuldeten Staaten. Sie verlieren einen großen Teil ihrer Schulden in einer Größenordnung von 100 Milliarden €uro. Das ist der Preis für die Rettung der Schuldenstaaten. Steuererhöhungen und drastische Ausgabenkürzungen werden vermieden, wenn die Inflationsrate höher ist, als die Zinsen für Kredite. Das ist das elegante und verheimlichte Sanierungskonzept für hoch verschuldete Staaten. Wer sind die Verursacher dieses eleganten und gigantischen Schuldenabbaus?
Es sind die Europäische Zentralbank EZB mit ihrem Leitzins von 0,25 Prozent, und die Notenbanken, die diesem niedrigen Zinsfuß hinterher laufen; die Inflationsrate liegt bei 2,0 Prozent, ist also um 1,75 Prozent höher, als der Leitzins. Die sparende und sparsame Mittelschicht unter den Bürgern wird durch dies Sanierungskonzept der Banken und Staaten um ihre Ersparnisse gebracht. Die EZB macht dies mit ihrer Niedrigzinspolitik möglch, weil sie keinem Menschen, keiner Institution, keiner Bank und keinem Staat Rechenschaft schuldig ist. Die EZB handelt völlig unabhängig, also ohne Kontrolle über ihre Finanzpolitik, ob diese  schädlich oder nützllich sein sollte. Solche Vagheiten hasse ich wie die Pest, weil sie der Willkür Tür und Tor öffnen. Die EZB  unterliegt einem Vollkommenheitswahn in der Schulden- und €uro-Krise. Die nationalen und internationalen, also weltweiten Verluste sind so hoch, daß sich das Sparen kaum noch lohnt, weil alle Ersparnisse durch eine Niedrigzinspolitik der EZB und eine hohe Inflationsrate aufgefressen werden. Das ist das Glaubens- und Vertrauensbekenntnis der südeuropäischen Staaten, die darauf vertraunen, daß ihr Schuldenabbau von alleine passiert. Die Südländer sehen die Sparpolitik in einer Sackgasse und wollen darum nicht mehr weiter sparen, sondern ihr  Geld mit vollen Händen ausgeben. Nur ohne Konsumaskese gibt es auch keinen ausgeglichenen Haushalt. Ohne Sparen gibt es auch keinen Gewinn. Wer dem Sparen und dem Verlust seines Vermögens entrinnen will, muß schon eine gediegene Kenntnis über das Unwesen seiner Banken und über das Wesen seines Staates besitzen. Unwägbarkeiten mit Niedrigzins, einer hohen Inflationsrate, Ausgabenkürzungen eines Staates und Steuererhöhungen müssen stets einkalkuliert werden, um das eigene Überleben zu sichern.
Verbraucher, Bürger und Steuerzahler werden stranguliert, wenn die verantwortlichen Politiker nicht imstande sind, für eine Abhilfe der desolaten Verhältnisse zu sorgen.
Unsere Kanzlerin ist eine Königin des Zauderns und Zögerns. Angela Merkel triftt niemals eine Entscheidung im Vorübergehen, én passant, weil sie sich zuerst einen konkreten Durch- und Überblick  verschaffen muß; und das braucht seine Zeit, obwohl sie genug Berater hat, die ihr treu zur Seite stehen und ihre sofortige  Entscheidung anmahnen können. Sie ist stets darauf bedacht, mächtig zu bleiben. Sie kann widersprüchige, aufmüpfige Zeitgenossen nicht haben. Entmachtung ihrer Kritiker und deren Entlassung aus dem Berateramt ist das Machtkalkül, das  Angela Merkel geradlinig verfolgt.  Kritiker kann sie nicht haben, darum schafft sie diese ab. So einfach ist der Lauf ihrer  Macht.
Aber man kann durch Kritik auch lernen; dies ist nicht jedem Menschen gegben. Meist wendet sich der Kritisierte von dem Kritiker ab, weil ihm dessen  Kritik  zum Halse heraushängt, das heißt, er hat sie schon so oft gehört, daß er sie nicht mehr haben kann. Das ist aber ein Zeichen für durchgehende  Kritikfeindlichkeit, die einer Verbesserung der Verhältnisse entgegen steht. Denn jede Kritik sollte aufgearbeitet und somit aus der Welt geschafft werden.
Leider schaffen das die wenigsten Mächtigen auf der Welt.
Der Leitzins muß auf 2,5 Prozent angehoben werden, damit die Inflationsrate ihm gleichkommt. Ausgabenkürzungen müssen gezielt in schweren sozialen Fällen vorgenommen werden.
Steuererhöhungen darf es nicht geben, da sie sowieso im Gestrüpp  einer neuen erweiterten Einnahmequelle erfolglos versanden. Künstlich gedrückte Zinsen helfen nur den verschuldeten Staaten zu ihrer Entschuldung, nicht dagegen dem Mittelstand; dort sind sie das reine Gift, weil sich ihr Geld nicht mehr vermehren läßt, durch Sparen schon gar nicht; ihr Sparkonto wird langsam, aber kontinuierlich aufgefressen. Vermögensgeldanleger sind der Niedrigzinsphase völlig unterworfen; sie sind fast machtlos dagegen, weil sie ihrer Altersvorsorge und ihrer Lebensversicherung keinen festen Stand mehr bieten können.
Die Südeuropäer können die Niedrigzinsphase nicht zu ihrem Vorteil nutzen, weil sie vollständig auf Konsum über Pump und Kredit ausgerichtet sind. Sparen ist für sie ein Fremdwort und rotes Tuch, das sie Angela Merkel, unserer Kanzlerin anlasten. Nur Immobilien bieten einen gewissen Schutz gegen die schleichende Abwertung des Vermögens.
Mit freundlichen Grüßen, Dr. Ratio Nenstoff.
www.rationenstoff.de, www.ratio-crescat.de, www.ratio-floreat.de, www.ratio-purus.de und www.ratio-impetus.de 

 


Grausamkeiten und Greueltaten in der Welt
Sattenlitenbefund und Zwangsarbeitslager in Nordkorea
200.000 Menschen werden in Nordkorea zwangsrekrutiert für Zwangsarbeiten in Kohle- und Erzbergwerken. Aber worin besteht die Auslese der künftigen Zwangsarbeiter? Was haben sie falsch gemacht, um in Zwangsarbeit zu enden? Hunger, Folter, Mord und Todeslächeln sind Attribute der nordkoreanischen Grausamkeit.
Es gibt ein Lager der totalen Kontrolle mit politischer Umerziehung und ideologischer Gehirnwäsche. Jeder Häftling ist dazu verdammt, zu arbeiten, bis er tot umfällt in Bergwerken und Kohlegruben. Das Gelände ist durch einen Hochspannungszaun gegen Fluchtgefahr gesichert. Das Essen besteht tagaus und tagein nur aus Kohlsuppe und Maisbrei. Es gibt keine Abwechslung im Speiseplan. Frauen werden von den Wärtern vergewaltigt. Wenn sie dann ein Baby zur Welt bringen, müssen sie es töten. Nur nordkoreanisches Blut wird erlaubt, anderes ist zum Tode verurteilt. Aber was ist schon nordkoreanisch?
Die Konzentrationslager sind Vernichtungslager, in denen sich ein Volk selbst ausrottet. Diese Lager existieren seit 50 Jahren mit einer gewaltigen Einschüchterungsstrategie für Arbeitslager und günstigen Produktionsstätten für das Regime. Bis zu 15 Stunden lang müssen die Häftlinge täglich arbeiten und wenn sie dagegen aufmucken, werden sie getötet. Zu hunderten müssen die Häftlinge  zusammengepfercht auf nacktem Betonboden in unbeheizten Fabriken nächigen und schlafen. Das Schlimmste im Lager ist der permanente Hunger, abgesehen von der Folter. Wer zu schwach zum Arbeiten ist, wird in Viehtransportern weggebracht und nie wiedergesehen. Um 4 Uhr früh beginnt der Dienst. Aufgrund der harten Arbeit und der Mangelernährung sind die Körper der Häftlinge  bereits mit 30 bis 40 Jahren total zerrüttet und komplett zerstört. Die Erziehung der Kommandeure und Wärter besteht allein darin, den Häftlingen alles Menschliche auszutreiben, sie bewußt zu isolieren und gegeneinander auszuspielen. Wer Verstöße gegen die Lagerregeln anzeigte, wurde mit Essen belohnt. Wer andere Häftlinge verriet, hatte hinterher kein schlechtes Gewissen, weil er zuvor entsprechend konditioniert wurde. In deutschen Konzentrationslagern haben die Gefangenen deshalb überleben können, weil sie sich oft gegenseitig unterstützten. In nordkoreanischen Konzentrationslagern wurde und wird der Mitgefangene eher als Bedrohung empfunden, weil man ihn denunzieren muß, um an eine zusätzliche Essensration zu kommen. Jemand anderem zu vertrauen, war der sicherste Weg, zu einem Todeskandidaten zu werden. Wer Mutter und Bruder anzeigte, weil sie einen gemeinsamen Fluchtversuch planten, und weiß, daß sie danach hingerictet werden würden, hat keine Skrupel und auch kein Mitleid für sie. Gibt es Schlimmeres, als solch eine Intrige, die Mutter und Bruder zum Opfer werden läßt, zum Opfer für den Tod, um das eigene Überleben zu sichern? Hier verkommt das soziale Kapital, das kein Mensch vergeuden darf, um voran zu kommen. Am Ende der täglichen Fron- und Zwangsarbeit gab und gibt es Versammlungen, denen vor allem Kinder und Jugendliche zum Opfer fielen und fallen. Sie sollten ungehemmt Verstöße gegen die Lagerregeln anzeigen und mit Essen belohnt werden.
Ihr Bild mit den stilisierten Zwangsarbeitern, versehen mit einer Kette und einer schweren Kugel am Fuß, zeigt die Brisanz und Fürchterlichkeit menschlichen Wirkens. Jeder Gefangene kann sich einer Konditionierung oder einer Gehinrnwäsche entziehen; er braucht nur wegzuhören, wenn diese nicht mit Foltern verbunden sind; dann sieht es extrem anders aus. Um im Lagerleben durchzukommen, wurden und werden sogar die eigenen Eltern und Verwandte, wie Bruder und Schwester angeschwärzt. Jeder Insasse kämpft um das eigene Überleben. Mitleid gab es und gibt es nicht, sondern nur die Überlegung, die Beschuldigten hätten nichts anderes verdient mit ihrem Fluchtplan, als ihren Tod.
Liebe und Freundschaft gibt es im Lager nicht, weder früher, noch jetzt. Hochspannungssicherheitszäune vereiteln eine Flucht.
Wer nur den Lageralltag kannte und danach in ein freies Leben flüchten konnte, kann zwischen diesen beiden Lebensformen zerbrechen, so weit, daß er sich unter Umständen umbringen muß. Leichter ist es auf jeden Fall, weder sein Leben, noch die Berechtigung eines Konzen-
trationslagers in Frage zu stellen. Der Schriftsteller und ehemalige Gefangene eines Konzentrationslagers in Nordkorea Shin Dong-Lyuk hatte 23 Jahre darin zugebracht. Danach konnte er fliehen, weil ein anderer Mitgefangener den Hochspannungszaun mit seinem Körper herunterziehen und halbwegs neutralisieren konnte.
Shin Dong-hyuk war nicht geflohen, weil er seinem Freiheitsdrang nachgeben wollte. Er wollte allein das bessere Essen in der Freiheit von gegrillten Schweinen und Hühnern kennenlernen und auskosten, über das ihm ein guter Freund mit Namen Park im Lager eindrucksvoll berichtet hatte. Nur er selbst konnte den Hochspannungsleitungszaun überwinden. Sein Freund Park starb daran.
Jeder vergebliche Fluchtversuch wird mit dem Tode bestraft. Da kennen die Schergen der Macht kein Erbarmen. Gibt es etwas Abscheuliicheres als einen Menschen, der seine Abscheulichkeit nicht erkennt, der noch mit reinem Gewissen auf Unschuld brennt?
Das Gewissen ist wie eine Hure, sagt Martin Luther (1483 – 1546). Es geht mit jedem ins Bett. Was muß Luther nur erlebt haben, daß er mit solch einer Einstellung an die Öffentlichkeit getreten ist?
Ihre stilisierte Bilderfolge zeigt zwei Gefangene in einem nordkoreanischen Konzentragionslager, die sich befreien konnten von Ketten und ihren schweren Kugeln, dargestellt von einer Trennung von der Fesselung. Sie haben das famos dargestellt. Nur, wem hilft das? Können Sie damit ein Unrechtsregime aus der Welt schaffen? Einen hohen Hochspannungssicherheitszaun zu überwinden, braucht man physikalische Kenntnisse; man muß den Strom bis zur Quelle zurückverfolgen und dort ausschalten. Wem das nicht gelingt, der muß ein Tier in den Zaun hineinwerfen, ob tot oder lebendig, so daß es darin verschmort und die hohe Spannung aufhebt.  Noch besser ist es, den Zaun mit einer Kneifzange an mehreren Stellen durchzutrennen, mit einem Kunsstoffhandgriff, den die meisten Häftlinge aber nicht besitzen. Es gibt keinen leichten Weg in die Freiheit. Der Hochspannungszaun ist aber eine Hürde, der kein einziger Gefangener entgehen kann. Der Zaun ist ein technisches Produkt; dies läßt sich auch durch einen Kurzschluß ausschalten. Ein solcher erfolgt, wenn sich ein menschlicher oder tierischer Körper in den Zaun begibt. Dies kann unter den menschlichen Gefangenen nur ein Selbstmörder tun. Aber welcher Mensch ist schon so verzweifelt, daß er einen Selbstmord begeht? Shin Dong-hyuks Behauptung lautet: Sollte das despotisch-diktatorische nordkoreanische Unrechtsregime eines Tages zusammenbrechen, wird das vermutlich kein einziger Lager-Insasse überleben; denn das Regime wird keine Spuren von Zwangsarbeit hinterlassen. Die Lager wachsen von Jahr zu Jahr. Es werden immer mehr Menschen inhaftiert und zur Arbeit gezwungen, Kinder, Jugendliche, Erwachsene, selbst Greise. Über Google Earth kann man sich heute ein Bild von den Zwangsarbeitslagern machen; aber die Weltöffentlichkeit schaut viel zu gerne weg. Umfragen zufolge wissen gerade einmal 30 Prozent der Südkoreaner über die Existenz der Lager Bescheid. Nur acht Prozent sehen in dem Konflikt mit Nordkorea ein dringendes Thema. Keine 300 Kilometer ist Pjöngjang , die Hauptstadt Nordkoreas von Südkorea und Seoul entfernt. Die Zwangsarbeitslager in Nordkorea sind eine humanitäre Katastrophe und eine menschliche Schande. Hier zeigt der Teufel seine Fratze. Gibt es Schlimmeres, als den Tod? Ja, es gibt es. Zwangsarbeit, die über die eigenen Kräfte hinausgeht bei einer qualvollen Mangelernährung mit Kohlsuppe und Maisbrei ohne Abwechslung im Speiseplan; ständiger Hunger wird zur Qual und Tortur. Welches menschliche Potential das nordkoreanische Regime für eine Zwangsarbeit ausschöpft, weiß ich nicht. Die Auslesekriterien hat Shin Dong-hyuk leider nicht mitgeteilt. Eine Rekrutierung von Zwangsarbeitern blieb mir also verschlossen.
Jeder Mensch braucht  Trost und Schelte zugleich, um mit unserer komplexen Welt außerhalb von Zwangsarbeit fertig zu werden.
Aber die Menschen, die im Wohlstand leben, kümmern sich nicht um das menschliche Los und Elend anderer Menschen.
Sie haben genug, damit zu tun, in ihrem eigenen Leben ohne Fron und Zwangsarbeit zurecht zu kommen. Wer mag es ihnen verwehren? Gibt es etwas Vergleichbareres, als einen Menschen, wie Shin, der die Weltöffentlichkeit über die Grausamkeiten und Greueltaten des nordkoreanischen Regimes informiert?
Gibt es etwas Besseres, als einen Bericht über diese menschliche Hölle, die tatsächlich existiert? Shin Dong-hyuk wurde 1982 als Shin In Geum geboren. Nach seiner Flucht aus seinem Konzentrationslager legte er diesen Namen ab, um nicht erkannt und verfolgt zu werden. Er galt als illegaler Flüchtling auf chinesischem Boden, dem ein Journalist einen Zugang zur südkoreanischen Botschaft verhalf. Dort wurde er mehrere Monate festgehalten und beinahe täglich von Mitarbeitern des südkoreanischen Geheimdienstes zu seinen Erlebnissen in den nordkoreanischen Konzentrationslagern befragt. Sie kamen an seiner Wahrheit über die Verhältnisse und auch nicht an der fehlenden Gerechtigkeit in den Lagern vorbei. Sie mußten seine Berichte akzeptieren.


                                                                                                                         Münster, 04.10.2013
Dr. Ratio Nenstoff, www.rationenstoff.de und www.ratio-crescat.de und org

Werte Redakteure der F.A.S. ,
Dies ist ein Artikel, den Sie nicht zu vertreten haben. Der Autor Daniel Kehlmann liefert ein stümperhaftes Bild von der Welt, weil es Alexander von Humboldt und Carl Friedrich Gauß in deren Wirken nicht erfaßt. Sie werden hartnäckig von der Welt ausgetrieben, weil sie beide wissenschaftlich nicht zur Geltung kommen. Das erste Kapitel "Die Reise" enthält nur entbehrlichen Gedankenmüll, der zum Thema absolut nichts beiträgt. Gibt es Schlimmeres als Gedankenmüll, eine unausrottbare Todsünde der Menschheit? Ja, es ist die Ignoranz, dem Gedankenmüll Paroli zu bieten. Dieser Gedankenmüll wird von vielen Zeitgenossen mitgeschleppt, weil er nicht erkannt wird. Zeitschriftenartikel und Bücher sind voller unsichtbarem Gedankenmüll; diesen kann nur ein guter Freund erkennen und beseitigen helfen, weil jeder Mensch gegen Kritik allergisch reagiert, und die menschliche Beziehung zum Kritiker als Gescholtener abbricht. Geistiger Stillstand ist die schlimme Folge, statt Fortschritt in den menschlichen Beziehungen. Warum kann ein Mensch Kritik nicht ertragen? Nun, er fühlt sich gekränkt, beleidigt und verletzt durch einen Fehlervorwurf, weil der Kritiker nicht seinem Vollkommenheitswahn unterliegt; aber es gibt keinen einzigen vollkommenen Menschen. Jeder Mensch hat bestimmte Fehler, die er kaum ausbügeln kann und die er behalten will, solange es geht.
Mit freundlichen Grüßen,
Dr. Ratio Nenstoff, www.ratio-floreat.de, www.ratio-purus.de und www.ratio-impetus.de

Dr. Ratio Nenstoff, www.rationenstoff.de und www.ratio-crescat.de und org
Werter Herr Autor der F.A.S. , genannt Eppelsheim
Ihr Artikel "Das Spiel" ist reiner Gedankenmüll, weil er die Sache nicht nur zur Nebensache macht, sondern völlig ausradiert. Es finden weder Nichtigkeiten, noch Wichtigkeiten statt. Ihr Artikel ist vollkommen leer. Das Spiel und das Spielen gehört meist zu den angenehmsten Beschäftigungen auf der Welt. Sie sabotieren das Spiel, wie das Spielen. Fui Teufel kann ich dazu nur sagen.
Mephisto von Johann Wolfgang von Goethe hat dazu gesagt: Alles, was entsteht, ist wert, daß es zugrunde geht, auch Gaschkes Träume nach einer besseren Welt solten zugrunde gehen, weil sie das Spielen nicht erhören, aber eine große Rede dagegen führen, wie Cicero gegen Catilina.
Mit freundlichen Grüßen, www.ratio-floreat.de, www.ratio-purus.de, www.ratio-impetus.de
Dr. Ratio Nenstoff


Münster, 15.06.2014
Dr. Ratio Nenstoff, www.rationenstoff.de und www.ratio-crescat.de
 
Werte Herren Akyol und Stein,
Gibt es radikale Gruppen ohne Legitimation? Ich sage jede Menge, weil die Regierungen sie nicht im Zaum halten können. Wenn 80 Türken in Mossul von Dschihadisten der Isis-Gruppe im Irak als Geiseln genommen werden, sieht die türkische Regierung offensichtlich tatenlos zu, statt diese Terrroristen effektiv zu bekämpfen, denn sie sind ein Pestgeschwür, das es auszutilgen gilt, oder halten sie ehrenwerte Positionen für die Zukunft bereit? Ich glaube das nicht. Der Irak ist instabil, in Syrien tobt ein Bürgerkrieg und Erdogan schaut ungerührt und tatenlos zu. Die Geiselnahme türkischer Staatsbürger durch die Terrrorgruppe Isis dürfte eine Isis-Antwort auf Ankaras Ächtung der Al-Nusra-Front sein, einer anderen Terrorgruppe. Diplomatische Gespräche blieben ohne Ergebnis. Die Türkei liegt mit vielen Nachbarn im heißen Streit; Von wem will sie denn Hilfe gegen den Terror erwarten, wenn nicht von ihren Nachbarn? Wer hat Ankara den Kampf angesagt? Das ist mir nicht klar geworden. Die Millionen Flüchtlinge aus Syrien, die in die Türkei eindringen, sind für Erdogan ein ernstes Problem. Er muuß ihnen Kost und Logis bieten. Für beides ist er zu schwach. Die erheblichen Spannungen zwischen der türkischcen Regierung von Erdogan und seinen Anrainern, lassen im Augenblick keine Lösung zu. Der gewaltige Flüchtlingsstrom aus Syrien hat die Türkei gnadenlos im Griff. Millionenhafte, ungezügelte syrische Einwanderer machen Erdogan das Leben schwer. Der Präsident Syriens Baschar- al - Assad müßte als Gewaltherrscher vor ein ordentliches Weltgericht gestellt und zum Tode verurteilt werden, weil er massenhaft Leid und Tod seiner Bürger durch Waffengewalt verursacht hat und noch weiter verursacht.
Aber niemand zieht den Despoten Assad zur Rechenschaft, obwohl Wahrheiten in Form von Massakern und Gerechtigkeiten offen zutage treten. Assad sollte man weltweit mit einem Steckbrief als Mörder suchen und auf seine Festnahme dringen. Da Assad ein mächtiger Herrscher in seinem Bereich ist, sollte man sich auch noch Verbündete gegen ihn suchen.

Dr. Ratio Nenstoff, www.ratio-floreat.de, www.ratio-purus.de und www.ratio-impetus.de Mit freundlichen Grüßen

 

Wurzel derDemokratie

 

Großbritannien feiert die Unterzeichnung der Magna Charta im Jahre 1215, also vor 800 Jahren als epochemachendes Ereignis.

Das lateinische Wort Magna Carta steht im Britischen fürGreat

Charter, das heißt Große Urkunde, und ist die Wurzel derDemokratie. Erstmals wurde darin festgelegt, daß nicht nur ein König, sondern auch der einfache Bürger eines Volkes Rechte hat.

Der Ort der Unterzeichnung war Runnymede auf halbem Weg  zwischen London und Windsor. DerGrund für die Unterzeichnung war, daß sich König John, der schlechteste König der britischen Geschichte, mit dem Adel überworfen hatte. Der König, Bruder und Nachfolger des legendären Richard Löwenherz, hatte im Krieg mit Frankreich die Normandie verloren, hohe Steuern erhoben und die Witwen und Töchter seiner imKrieg gefallenen Barone verkauft.

Die verbliebenen Adligen wurden aufsässig, brachten dieCity of London auf ihre Seite und rangen nach einigen Verhandlungstagen demKönig neue Regeln ab, die in der Magna Carta festgehalten wurden. Erstmals wurde hier niedergeschrieben, daß kein Mensch unrechtmäßig festgehalten, ohneProzeß ins Gefängnis gesteckt, seiner Güter beraubt, geächtet, verbannt oder sonstwie angegriffen werden darf. Die Magna Carta umfaßt rund 60 Artikel, die klein in Latein auf Schafshaut geschrieben sind. Sie sind Englands größter und bedeutendster Exportartikel nach der englischen Sprache. Elemente der Magna Carta finden sich in der Verfassung der USA und der Menschenrechtserklärung derUN wieder. König John intervenierte bei Papst Innozenz III. in Rom gegen dieMagna Carta und erreichte, daß das Dokument innerhalb von 10 Tagen für ungültig erklärt wurde; doch der Inhalt verbreitete sich schnell im Land. Es wurden Kopien angefertigt und in die großen Kathedralen geschickt, um dort dem Volk vorgelesen zu werden. Von diesen Kopien existieren heute noch vier. Zwei gehören der British Library in London, eine der Kathedrale in Salesbury, die vierte der Kathedrale von Lincoln. Alle vier stehen im Mittelpunkt der 800-

Jahr-Feiern. Salesbury hat die besterhaltene Kopie derMagna Carta in ihrem Besitz. Lincoln hat gerade 22 Millionen Pfund Sterlinginvestiert, um den Besuchern die Magna Carta angemessen vorzuführen und in Szene zu setzen. Fehlt nur noch  

die British Library, die mit ihren beiden Kopien die größte und umfassendste Ausstellung zum Thema auf die Beine gestellt hat.

Rund 200 Exponate haben die Aussteller in vierjähriger Arbeit zusammengebracht. Flankiert wird die Ausstellung durch politische Karikaturen des 21. Jahrhunderts. Die Ausstellung der British Library zeigt biszum 13 September 2015 Ursprünge und Wirkungen der Magna Carta, ist täglichgeöffnet und kostet 12 Pfund Eintrittsgeld und einen kostenlösen Besuch für unter 18-Jährige.

 

 

Flüchtlingskrise

Für das Jahr 2015 werden 800.000 Flüchtlinge aus Syrien,Afghanistan und Eritrea bei uns in Deutschland erwartet. Die Menschen aus den Balkanländern Serbien, Slowenien, Bosnien-Herzegowina, Slowakei, Kroatien, und Kosovo werden kein Bleiberecht in Deutschland erhalten, weil in diesen Ländern die Sicherheit der Bevölkerung nicht bedroht ist. Die Balkan-Asylanten werden als Wirtschaftsflüchtlinge in ihre Heimatländer abgeschoben. Unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel behauptet, die Bundesrepublik Deutschland würde die Flüchtlingswelle schaffen, aber sie verkennt, daß die Aufnahmekapazität der einzelnen Bundesländer begrenzt ist, was Unterkunft,Verpflegung und leibliche Versorgung mit Textilien betreffen.

Negativ befrachtete Begriffe des Flüchtlingsproblems sind Asylant, Wirtschaftsflüchtling, Abschiebung, Abwendung, Ablehnung, Fremdenhaß und Isolierung, mitunter noch Desintegration und Desinformation. Am ehesten hilft man den Migranten, wenn man ihnen erlaubt, einen Arbeitsplatz zu suchen; dadurch wird unser Staat entlastet. Nur viele rechtsextreme Bürger sind dagegen, weil sie Nachteile für sich befürchten. Darum zünden sie Flüchtlingsheime und Asyl-Unterkünfte an, so daß diese unbewohnbar werden. Sie brandmarken damit ihnen unwillkommene Flüchtlinge. Aus wirtschaftlichen Gründen braucht Deutschland die Zuwanderer, nur wahrscheinlich nicht in explosivem Ausmaß.Die Interessen der arbeitssuchenden Migranten und des Aufnahmelandes stimmen nicht immer überein.

Die Angst vor dem Fremden, vor kultureller Überfremdung und  ungeplanter chaotischer Masseneinwanderung ist uralt.

Im 17. Jahrhundert wanderten 200.000 Hugenotten nachPreußen, im 19. Jahrhundert gingen 500.000 Polen an die Ruhr. Alle brachten sie ihre Kultur und Lebensweise in ihr Einwanderungsland ein. Asyl kennt keine Quoten. Jedes Einwanderungsland wird eine geregelte Zuwanderung mit den eigenenBedürfnissen abstimmen. Die Gastarbeiter der 60er Jahre übernahmen ungelernte und angelernte Tätigkeiten, für die es in der 70er Jahren kaum noch Bedarf gab.Das Ergebnis war eine ungeplante, ungesteuerte und ungewollte Masseneinwanderung. Nach dem Anwerbestopp von 1973 durften nur noch Familienangehörige von Migranten zuwandern, aber keine Arbeitskräfte mehr; dieswar eine politische Panikreaktion. Paradoxerweise führte gerade derAnwerbestopp zur massenhaften Einreise der Migranten, so daß Deutschland zum Einwanderungsland wurde gegen den Willen der Politik und der Mehrheit der deutschen Bevölkerung. Die größte Zuwanderer-gruppe bilden die Türken; diese sind besonders von Arbeitslosigkeit betroffen und dadurch in einer mehrfachenRandständigkeit, sozial, ethnisch, religiös und kulturell.

Die ungebildeten Kinder von Migranten haben inDeutschland gute Chancen für ein Sprach- und Fachstudium und auch im späterenErwerbsleben.

Die Angst vor dem Fremden ist uralt. Konflikte zwischen den Einheimischen und den Zuwanderern hat es immer gegeben.

Die Abgrenzung  der europäischen von der arabischen Welt hat eine besondere Tradition. Die Kreuzzüge des Mittelalters setzen sich fort in der Türkenfurcht der frühen Neuzeit, die mit Faszination und Schrecken verbunden war. Die Angst, dieFruchtbarkeit der Fremden könnte die Deutschen in die Minderheit und Defensive zwingen, ist riesengroß.

Die Selbstbestimmung und Gleichstellung der Frau mit demMann in Europa stößt in der arabischen Welt auf Widerstand durch Befürwortung eines Kopftuchs. Das Kopftuch gilt in Europa als Symbol der Unterwerfung derFrau unter den Mann. Die Einwanderer bringen ihre Werte, ihre Religionszugehörigkeit, ihren Aufstiegswillen und ihre Leistungsbereitschaft mit ein, und tragen zu einer ethnischen Vielfalt bei, die unserem Deutschland guttut, aber zugleich auch eine Herausforderung darstellt.

Unterwerfen müssen sich die Einwanderer, wenn es um Demokratie, Pluralismus, die deutsche Sprache, die Meinungs- und Religionsfreiheit geht. Eine Wertegemeinschaft zwischen Zuwanderern und Deutschen kann es nicht geben, und zwar aus religiösenund kulturellen Gründen. Dazu sind die muslimischen und europäischen Nationen zu verschieden.

Europa streitet um eine gerechte Verteilung der Flüchtlinge. Europäische Solidarität weicht nationalem Egoismus. Nimmt ein europäisches Land unsolidarisch keine Flüchtlinge auf, muß es in einen Flüchtlingsfonds Geld einzahlen, und zwar nach Maßgabe der Bevölkerungszahl, der Wirtschaftskraft und der bereits aufgenommenen Migranten.

Ob es angemessen und zweckdienlich ist, einem aufgenommenen

Kriegsflüchtling pauschal 670 €uro monatlich als Unterhalt zu zahlen, wage ich zu bezweifeln.

 

Hirnverletzungen

Eine Gehirnerschütterung nach einem Schlag gegen den Kopf ist keine Lappalie, wird aber oft bagatellisiert. Dabei können viele gesundheitliche Mängel in Form von Krankheits-Symptomen auftreten; froh kann man sein, wenn nur wenige davon in Erscheinung treten. Ich liste die Symptome hiermit als mögliche Wirkungen einer Gehirnerschütterung auf:

Kopfschmerzen, Unwohlsein, Erbrechen, Müdigkeit, Bewußtlosigkeit, Amnesie = Erinnerungslücken, Schwindel, Gleichgewichtsstörungen, Schrittunsicherheit, Lärmempfindlichkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Schlafstörungen, gestörte Vernetzungen von Nervenzellen im Gehirn, wie bei einem Kurzschluß, Koordinations- und Sehstörungen, Herzfunktionsstörungen, wie Herzrhythmusstörungen und Herzinfarkt.

Unser Gehirn ist von einer Schutzflüssigkeit, dem Liquor , umgeben. Dieser dämpft starke Krafteinwirkungen  auf das Gehirn bis zu einer Grenze ab. Eine medikamentöse Behandlung einer Gehirnerschütterung gibt es nicht. Die Therapie der Wahl ist körperliche und geistige Ruhe.

 

 

Terrorismus

Frankreich tritt ein schweres Erbe an, nämlich die Zeit nach der Kolonisierung von Algerien und Mali. In seiner Kolonialgeschichte hatFrankreich 300.000 getötete Algerier auf dem Gewissen. Dies kann ein Rache-Motiv für die Terror-Akte sein. Ende November 2008 gab es in Mumbai (ehemals Bombay in Indien) an verschiedenen Orten gleichzeitig mehrere Terror-Akte. Das Massaker begann abends um 21.15 Uhr in einem belebten Restaurant. Zwei Besucher holten Sturmgewehre aus ihren Taschen und feuerten wahllos auf dieGäste im Cafe Leopold.  

Fünf Minuten später griffen andere Terroristen ein jüdisches Zentrum an und erschossen den Rabbiner und seine Frau.

Fast gleichzeitig eröffneten zwei schwarz gekleidete Männer wahllos das Feuer auf Reisende am Hauptbahnhof; dort starben 80 Menschen im Kugelhagel. Etwa zehn Minuten später stürmten mehrere Attentäter zwei Luxushotels und eine Frauen- und Kinder-

Klinik. Sie nahmen einige Hotelgäste und Patienten alsGeiseln, feuerten mit Sturmgewehren wild um sich, warfenHandgranaten und zündeten Sprengladungen. Sechzig Stunden lang versetzten zehnTerroristen eine ganze Metropole in Angst und Schrecken.

Die Männer gingen äußerst brutal und mit Todesverachtung vor.

170 Menschen starben, 240 wurden verletzt. Eine kleine Gruppe von Terroristen hatte die Millionenstadt Mumbai in einen gewissenlosen,  grausamen und blutigen Kriegsschauplatz verwandelt.

Die Terrorserie in Paris fand nach dem Muster von Mumbai am 13.11.2015 statt und bescherte Frankreich 130 Tote und 350 Verletzte. Die Anschläge veränderten die Welt.

Nach dem feigen, menschenverachtenden, an verschiedenen Orten gleichzeitig zuschlagenden Terroranschlägen des sogenannten Islamischen Staats sagte die deutsche Bundesregierung unter der Kanzlerin Angela Merkel Frankreichs Präsidenten Francois

Hollande auf seinen Wunsch hin jedwede Hilfe gemäß ihrerBeistandspflicht zu. Diese Hilfe besteht aus sechs Tornado-Kampf-Jets mit moderner Aufklärungstechnik und einer Reichweite von fast 4000 km und mit einer möglichen niedrigen Flughöhe von 30 Metern, ferner derFregatte Augsburg als Geleitschutz für den französischen Flugzeugträger Charles de Gaulle und deutschen Tankflugzeugen, die es amerikanischen und französischenJagd-

bombern durch Luftbetankung ermöglichen, feindlicheStellungen länger und bei großer Reichweite anzugreifen. Die Recce-Tornado-Kampfjets der Bundeswehr können selbst bei schlechtem Wetter operieren und mit Infrarot-Kameras auch nachts fotografieren.

Rußland will unter Wladimir Putin gemeinsam mit Hollande und Merkel den sog. Islamischen Staat bekämpfen und dabei die oppositionellen Kräfte des verbrecherischen Assad-Regimes schonen, denn Baschar al Assad ist Putins enger Verbündeter und dieser pocht auf die Bekämpfung seiner Rebellen durch Rußland.

Unsere Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen will1200 Bundeswehr-Soldaten für den Kampf gegen den selbsternannten IslamischenStaat (IS) auf syrischem und irakischem Gebiet  zur Verfügung stellen. Es wird behauptet, daß die Terrormiliz des IS

nur mit Bodentruppen eines 100.000 Mann-Heeres und nicht durch Bombardierungen zu besiegen sei. Dafür seien Assad und seine Armee die natürlichen Verbündeten, meint Putin. Der IS setzt eine große Anzahl deutscherFreiwilliger als Kanonenfutter oder Selbstmordattentäter auf dem „neuen Boden der Ehre“ ein. Sie sollen und wollen alle für Allah sterben. Deserteure des IS werden gnadenlos verfolgt, gefoltert und hingerichtet. Deutsche Mitglieder des IS werden unter dem Begriff Gestapo (Geheime Staatspolizei) geführt. Jeder gefaßte IS-Gewalttäter bestreitet, selbst an Gewalttaten beteiligt gewesenzu sein; aber das ist eine reine Schutzbehauptung, um einer Bestrafung zu entgehen. Durch die Attentats-Serie in Paris am 13.11.2015 entsteht eine zusätzliche Motivation für neue und alte IS-Kämpfer, die sich weiter dschihadistisch radikalisieren. Der Begriff Dschihad bedeutet totaler Krieg. Jeder Märtyrer-Tod wird verherrlicht.

Der Terrorist Cuspert galt als anerkannter Staatsfeind.Er hatte charismatische Züge und war körperlich gut durchtrainiert. Er gründete Millatu Ibrahim, eine "Gemeinschaft Abrahams".

Im Herbst 2011 tat sich Cuspert mit dem extrem radikalen und aufgedunsenen Österreicher Mamoud zusammen. Beide bildeten einen brandgefährlichen Zwei-Komplizen-Dschihadismus. Sie betrachteten sich als die „wahren Verteidiger des Propheten Mohamed“. Im Mai 2012 wurde Millatu Ibrahim für die internationale dschihadistische Szene verboten und somit der „HeiligeKrieg“ geschwächt. Cuspert kam durch einen amerikanischen Luftangriff umsLeben. Er war ein begabter und begnadeter Fernrekrutierer des IS. Nichtmuslime werden als Ungläubige verketzert, verfolgt und häufig geköpft.

Maßnahmen gegen den Terrorismus sind:

Einführung von Terrorwarnstufen durch die Geheimdienste, Ankündigung drohender Anschläge, Evakuierung von Häusern, Durchsuchung vonMoscheen nach potentiellen Attentätern, sowie Festnahme von Haßpredigern.

Papst Franziskus fordert Christen und Muslime zum Kampf gegen den Extremismus auf. Der Name Gottes würde mißbraucht, um Haß und Gewalt zu rechtfertigen.

Häufig werden Jugendliche im Namen der Religion und im Namen Gottes zu Extremisten rekrutiert. Es muß eine Allianz gegen den Terror gebildet werden, gegen den IS, gegen Boko Haram, gegen die Hisbollah und die Taliban.

Eine Kooperation von Frankreich und Rußland gegen den Terror ist absolut notwendig, wobei die syrische Opposition zu schonen ist. Der syrische Bürgerkrieg braucht eine politische Lösung. Hollande empfiehlt seinen französischen Bürgern als antiterro-

ristisches Signal, die Nationalfahne zu hissen. Dem weiteren Erstarken des IS darf man nicht hilflos zuschauen. Gegen die selbsternannten „Gotteskrieger“ hilft nur eine verstärkte Widerstandskraft. Die Täter muß man für ihren Dschihad, den totalen Krieg,aufspüren und bestrafen. Hierbei ist die ganze Völkergemeinschaft solidarisch gefragt, gefordert und verpflichtet ISIS steht für den Islamischen Staat und für Irak und Syrien.

Eigenschaften der IS-Terroristen:

Sie sind Menschenfeinde, Menschenverächter,Menschenschlächter, Mörder, abscheuliche Verbrecher, Straftäter, irregeleitete, verblendete und indoktriniere (in sie hineingelehrte)

menschliche Monster, unverbesserliche Wiederholungstäter; einige sind Selbstmordattentäter, ruhmsüchtige Abenteurer, gesellschaftlich und sozial Enttäuschte und Geächtete, Rachsüchtige für erlittene Schmach und erlittenes Unrecht, halten sich verborgen, verlassen ihre Schlupfwinkel, bevor sie zuschlagen, brüten nur Schandtaten aus, glauben an ein Weiterleben nach dem Tod (obwohl das nicht bewiesen ist), stürzen sich für einen imaginären Allah in den Tod, haben ihren Verstand weggeschlossen,lassen sich leicht rekrutieren, schauen dem eigenen Tod mit Verachtung entgegen, sind abenteuerlustige Draufgänger, sind unberechenbar, lassen sich kaum fassen, treten spontan und unmittelbar auf, lassen sich kaum bekehren, köpfen "Ungläubige", richten Massaker an, sind Bestien in Menschengestalt, glauben ihren islamistischen Vordenkern jeden Unsinn, wirken nur zerstörend und nicht aufbauend und sind Fanatiker. Diesen Missetäter-Katalog kann man endlos fortsetzen. Die Pariser „Bataclan“-IS-Attentäter sind Abdelhamid Abaaoud,

Foued Mohammed Aggad (23 Jahre alt, entlarvt), Salah Abdeslam (26 J.), Mohamed Abrini (30 J.) = auf der Flucht und mitHaftbefehl gesucht.

Der IS zählt zu den dynamischen Jugendbewegungen derGegenwart. Er ist die Generation Dschihad (totaler Krieg). Seinen Anhängern verspricht er Abenteuer, Ruhm und eine bessere Welt. Militärische Mittel werden kaum etwas gegen ihn ausrichten.

Es gibt ein Handbuch der psychologischen Kriegsführung; es heißt

„Management of Savagery“ (Management der Wildheit und der Barbarei) und wurde von Abu Bakr Naji, einem früheren Chefdenker von Al Qaida verfaßt. Terrorismus-Experten sind davon überzeugt, daß der Führungskader des IS sich daran orientiert.

Die islamistische Welteroberung soll mit unzähligen kleinen Operationen erreicht werden. Die dabei ausgeübte Gewalt soll zu Unsicherheit und zum Zusammenbruch der Ordnung führen. Die Menschen sollen fühlen und meinen, daß der Tod „immer nur

einen Herzschlag entfernt“ sei. Der Gegner wird zwangsläufig in die Denkweise des Dschihad hineingezogen, in eine Polarisierung der Welt in Gut und Böse. Ist das erst einmal erreicht, kann man mit militärischen Aktionen der angegriffenen Staaten rechnen. Das ist genau das Ziel, das Naji verfolgt. Die Schaffung von Märtyrern gehört zur Propaganda des IS. Die grenzenlose Gewalt des IS schürt in der Welt die Islamfeindlichkeit und fördert die Rekrutierung der Muslime als Dschihadisten. Seit den Attentaten vonParis wurden verstärkt französische Luftangriffe gegen den IS in Syrien geflogen, und es gab Übergriffe auf Muslime in Frankreich und Spanien, was im Sinne des IS ist. Der IS ist die Verkörperung eines revolutionären Anspruchs, und eine Botschaft, die Anhänger auf der ganzen Welt findet. Männer und Frauen aus mehr als 90 Ländern kämpfen mittlerweile für ihn. Laut Interpol zählt die IS-Armee inzwischen über 30.000 soldatisch ausgebildete Terroristen, die zwischen 18 und 29 Jahren und oft noch jünger sind. Wieviele davon europäischer Abstammung sind, weiß man nicht; man vermutet über 30 Prozent.

Seit dem Sturz Saddam Husseins haben viele Menschen im Irak und in Syrien Gewalt, Vertreibung und Unsicherheit in ihrem Alltag erlebt. Kindern wurde und wird schon früh beigebracht, daß „Ungläubige“ wehrlose Muslime töten würden. Terroristensind darum bereit, für ihre „Ideale“ zu töten und selbst zu sterben. Sie erheben Anspruch auf eine Allgemeingültigkeit ihres Handelns und beschwören ihre eigene vermeintliche Weisheit und Weltsicht, obwohl sie nicht besser sind, als jene, die sie kritisieren und bekämpfen.

Der IS-Anführer Abu Bakr al-Baghadi träumt im Jahr 2014 von einem Kalifat auf syrischem und iraktischen Boden, dem sich alle Menschen in seinem Herrschaftsbereich unterwerfen sollten. Die Anhänger des IS sind angeblich tief gläubige, an Allah glaubende, muslimische Verbrecher, die bereit sind, systematisch anders denkende unschuldige Menschenleben aufgrund ihrer moralischen Überzeugungen zu töten. In der europäischen Welt sind diese Taten glatter Mord, den es zu sühnen und zu bestrafen gilt. Die Ursachen des islamistischen Extremismus und Terrors sind soziale Ungleichheit und eine falsche und törichte islamische Religion, die den selbst ernannten„Gotteskriegern“ das Paradies nach dem Tode verheißt, wenngleich das Motiv für den Aufbruch in den Dschihad von manchen Terrorismus-Experten, wie Scott Atran bestritten wird. Ihm zufolge besteht das Motiv für alle verbreche-rischen Schandtaten in der jugendlichen Sehnsucht nach Abenteuer,Ruhm und einem Leben, das Bedeutsamkeit, Wichtigkeit und Ansehen verspricht. Der kriegerische Mudschahedin  wird aufgewertet, der rechtschaffene, dem Konsumterror verschriebene, teilnahmslose junge Erwachsene wird abgewertet, als „Ungläubiger“ verschmäht und verurteilt. Wer für den IS kämpft, unterstützt ein globales, progressives Projekt und stirbt irgendwann als Held und Märtyrer. Diese Betrachtungsweise indoktriniert alle rekrutierbaren angehendenTerroristen aus über 90 Ländern in Europa, Afrika und Asien. Einem künftigenTerroristen werden die Ängste genommen. Vorurteile, Haß, Fremdenfeindlichkeit und Gewaltbereitschaft werden ihm eingeimpft, die Hemmschwelle für Hetze undGewalt herabgesetzt.

Die Ideologie extremistischer Islamisten braucht dieRückwärtsgewandtheit, um vorwärts zu kommen. Der IS verlangt dieUnterwerfung unter ein strenges Regelwerk. Jeder, der mitmacht, soll Anteil haben an der Erschaffung einer neuen Welt. Atran hält dieBegriffe Terrorismus und Extremismus für völlig untauglich; sie werden dem IS nicht gerecht. Atran verurteilt die Träumereien vom Paradies und ersetzt sie durch Abenteuerlust im Hier und Jetzt. Uniformen mit IS-Logo werden von salafistischer Musik (Anaschid) begleitet und sollen den Alltag des totalen Krieges dokumentieren.  

Erkennungszeichen unter radikalen Islamisten ist der ausgestreckteZeigefinger mit der Botschaft „Ein Gott, ein Staat“. Bilder von syrischen Kindern und Landschaftsaufnahmen sollen Friedlichkeit erzeugen. Der Salafismus führt aber meist zum Dschihad und erreicht oft junge Leute, die ihre Lehre oderihr Studium abgebrochen haben, aber auch Jugendliche, deren langjährige Liebesbeziehung zerbrochen ist oder die von zu Hause ausgezogen sind. Die jungen Rekruten des IS wollen anfangs eher helfen, als verletzen, werden aber zu „Gotteskriegern“ und zum Dschihad indoktrinierend bekehrt. DieAllgemeingültigkeit der IS-

Ideologie gründet auf der eigenen vermeintlichen besessenen Weisheit. IS-Terroristen wollen etwas Besonderes sein. Die salafistische Ideologie bietet anstelle der Freiheit, alles tun zu können, dieFreiheit an, nicht alles tun zu müssen. Es herrschen klare Regeln und fraglos Wahrheiten, wobei die religiöse Bildung verkümmert bleibt. Junge Salafisten wollen anecken; dasgehört zu einer gelungenen Rebellion. So manche weibliche IS-Terroristin ist überzeugt, daß ihr nur der „Islamische Staat“ ein würdevolles Leben als Muslimin ermöglichen werde. Das Management der Barbarei schildert, wie sich der IS die Aufsässigkeit der Jugend zunutze machen kann. Die Botschaft des Dschihad lautet: „Fliege in die Gebiete, die wir kontrollieren! “ Du bildest die Avantgarde, den ideologischen Vorkämpfer für unsere Ideen“.

Die großen monotheistischen Religionen erheben alle den Anspruch auf Wahrheit und Wahrhaftigkeit. Die Rückwärtsgewandtheit des IS und der religiöse Fanatismus werden als Fortschritt hingestellt. Aber die Welt des „IslamischenStaates“ ist grausam. Der Islam hat eben auch eine gewalttätige, den Andersdenkenden bekehren wollende, Seite. Der islamistische Extremist und Terrorist ist beseelt von einem Haß auf den Westen, seine Grundwerte und Lebenswirklichkeit. Die europäischen Regierungen unterstützten arabische Despoten über viele Jahre; darum kamen die westlichen Ideologien als Alternative für die IS-Terroristen nicht in Betracht. Die oppositionellen islamistischen Bewegungen waren zunächst nur gegen die jeweiligen Regierungen, wie Syrien und den Irak gerichtet. Die antiwestliche Stoßrichtung kam erst später hinzu, dafür aber mitaller Macht und mit Terrorismus-Anhängern aus vieler Herren Länder.  

Der IS ködert neue Anhänger in einer Moschee, in einemCafe oder in einem Fitnesszentrum, auch überall anderswo, um sie zu radikalisieren. Die Terroristen eint die Wut über angeblich ungerechte gesellschaftliche Lebensverhältnisse. Terroristen sind oft besser gebildet, als ihr direktes, womöglich tiefreligiöses Umfeld.

Die Attentate sind Ausweis der Schwäche, nicht der Stärke des IS. Er hat seine Anschläge vom Irak und von Syrien auf die Staaten verlegt, von denen er militärisch attackiert wird. Das sind die führenden Länder der internationalen Militär-Allianz gegen den IS.

Dazu zählen Frankreich, Deutschland, England, die Türke  Syrien und der Irak selbst, wobei noch weitere Länder hinzukommen können. Der IS wehrt sich dagegen, indem er nicht mehr nur Einzeltäter einsetzt, sondern mehrere Attentäter an verschiedenen Orten gleichzeitig Attentate begehen läßt. Die terroristische Bedrohung ist damit allgegenwärtig. Aus Verzweiflung über die erfolgreiche Strategie der Aliierten, den IS durch Luftschläge mit Kampfjets zu schwächen,geht er zu spektakulären Anschlägen im Ausland über, die aber eine langePlanung voraussetzen. Seit Januar 2015 hat der IS 10 Prozent seines eroberten Gebietes wieder verloren.

Europäische und US-Bodentruppen nach Syrien zu schicken, wäre wahrscheinlich ein Fehler, weil dieser die Wut der IS-Terroristen vergrößern, und ihm viele neue Rekruten zuspielen würde.

Die irakische Stadt Ramadi wurde von irakischen Truppen zu 80 Prozent zurückerobert.

Ist eine Umkehr des sogenannten Islamischen Staates möglich?

Die christlichen Religionen fordern:

Laß Dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem! (Römerbrief in der Bibel, Kapitel 12, Vers 21).

Die Macht hat eine helle, aber auch eine dunkle Seite, und man muß sich fragen, ob es erlaubt und moralisch legitim ist, gegen das Böse und Grausame, die Waffe zu ergreifen. Kommt eine Umarmungs- oder eine Bekämpfungs-Strategie in Frage? Nun, der sog. IslamischeStaat, hat so eine festgefahrene Gesinnung, Haltung und Meinung, daß er sich kaum von grausamen Gewalttaten abhalten läßt. Man muß ihn in seinen verborgenen Schlupflöchern aufstöbern, ausfindig, dingfest und unschädlich machen,und das, bevor er Attentate begehen kann. Die IS-Terroristen speisen und rekrutieren sich weltweit aus 90 verschiedenen Ländern.

Darum ist es besonders schwer, sie von ihrem ideologisch ausgeprägten Irrglauben abzubringen und sie zum Guten zu bekehren, denn sie wollen mit brutaler Gewalt eine Islamisierung der ganzen Welt erreichen.

 

Archimedes

In einer groß angelegtenAktion mit Namen Archimedes hat Europol am 15.09.2014  20.000 Polizisten aus 34 Ländern eingesetzt, um dem organisierten Verbrechen durch Betrug, Menschen-, Drogen- und Waffenhandel zu begegnen. Es gab 1027 Festnahmen von verdächtigten Personen. DieFahnder griffen zu an See- und Flughäfen, Grenzübergängen und markanten Orten in Großstädten. 12061 Personen wurden kontrolliert,141 Straftaten festgestellt und 43 Personen verhaftet.

 

 

Diskriminierung von Arbeitnehmern

Welche diskriminierenden Ablehnungsgründe eines Arbeitgebers für die Einstellung eines Arbeitnehmers dürfen nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungs-

gesetz (AGG) nicht geltend gemacht werden?

Die Antwort lautet:

Rasse, ethnische Herkunft, Geschlecht, Religion, Weltanschauung, Alter, körperliche Behinderung und sexuelle Identität und Neigung.

Welche Ablehnungen des Arbeitgebers sind erlaubt?

Ein körperlich behinderter Rollstuhlfahrer kann ohne Benachteiligung gemäß Paragraph 1 im polizeilichen Innendienst, aber nicht im Außen-und Streifendienst zur Verbrecherjagd eingesetzt werden, da seine

körperlichen Möglichkeiten letzteres nicht zulassen.

Welche Möglichkeiten gibt es,gegen einen unerlaubten Ablehnungsgrund vorzugehen?

Der abgelehnte Arbeitnehmer kann einen konkreten, bezifferbaren Schadenersatz verlangen. Eine solide Berechnung ist allerdings schwierig.

Bei der zweiten Möglichkeit kann der Arbeitnehmer eine Entschädigung fordern, ohne einen genauen Schaden anzugeben.

Der abgelehnte Bewerber hat aber keinen Anspruch darauf, durch die Klage beschäftigt zu werden.

 Dr. Ratio Nenstoff

 

Die prekäre, unwillkommene, verzweifelte, russischeLage   09.03.2016

Rußland steckt in einer tiefen Wirtschafts- und Rezessionskrise (Rückschritt).

Luxusläden, wie dem legendären Kaufhaus GUM gehen die Kunden und die Waren aus. Auf dem Roten Platz sieht man nur noch selten und dann wenige Touristen.

Als Wladimir Putin an die Macht kam, hat er Rußland einen fast 15 Jahre lang anhaltenden Aufschwung beschert. Jetzt aber geht es den Russen schlecht; doch Putin läßt sich nicht beirren. Der Lebensstandard der Russen ist

inzwischen rapide gesunken.Der Rubel verliert erheblich an Wert. Ein Euro kostet heute 80 Rubel; vor zwei Jahren waren es noch 50 Rubel. Für 100 Rubel gab es im Jahr 2005  3,5 amerikanische Dollar, im Jahr 2016 sind es

nur noch 1,3 Dollar. Erdöl und Erdgas sind die beiden wichtigsten Rohstoffe, durch deren Erlös sich Putin an der Macht hält. Die wirtschaftliche Lage der Russen ist dramatisch schlecht. Rußland hat mit drei unterschied-lichen Problemen zu kämpfen: Erstens, dem historisch niedrigen Ölpreis, der im Jahre 2008 bei 140 Dollar je Barrel lag und heute im Jahr 2016 bei 35 Dollar angekommen ist, zweitens durch die provozierten westlichen Wirtschaftssanktionen, die Putin durch die völkerrechtswidrige Annexion (Vereinahmung) der Krim und durch die Anzettelung eines Krieges in der Ostukraine verschuldet hat, und drittens den ausbleibenden bis verschleppten Strukturreformen, einer Aufgabe, der sich      Putin nur unvollkommen stellt. In seiner ersten Amtszeit von 2000 bis 2008 profitierte er von den hohen Erdöl- und Gaspreisen, nutzte sie aber nicht, um die Abhängigkeit der Wirtschaft vom Erdöl zu reduzieren. Drei Viertel der Bevölkerung sind davon überzeugt, daß die Krise lange Jahre andauern wird. Als die Wirtschaftslage gut war, stiegen die Löhne stärker an, als die Produktivität (Her-

stellungskosten der Produkte). Die Wirtschaft profitierte vor allem infolge steigenden Konsums. Da das Rechtssystem in Rußland zu unsicher war und noch ist, brachten die Unternehmer ihreGewinne lieber ins Ausland, statt sie im

eigenen Land in Investitionen (Einsatz von Kapital in neue Produkte) anzulegen. Rußlands Unternehmen sind heute weitgehend von ausländischem Investitions-Kapital abgeschnitten und auf heimisches, teures, unergiebiges Kapital angewiesen. Die verhängten Gegensanktionen Putins, ein Embargo, d. h. ein Einfuhrverbot für viele westliche Nahrungsmittel und auch für andere Produkte 

schaden unmittelbar und ganz erheblich der russischen Bevölkerung, denn die Lebensmittelpreise sind stark gestiegen, während im Gegenzug die Realeinkommen stark gesunken sind. Die Schere zwischen den beiden

Einflußgrößen (höhere Preise, geringere Kaufkraft) klafft weit auseinander.

Zwei Drittel der Exporte vonErdöl und Erdgas machen die Hälfte des Staatshaushaltes und ein Fünftel der Wirtschaftsleistung aus. In den Jahren 2012 bis 2015 bewegte sich der Ölpreis immerhin noch zwischen 130 bis

100 Dollar je Barrel. InTogliatti, einer Produktionsstätte des Lada, demonstrierten mehrere tausend Menschen gegen den Bankrott eines Autozulieferers. In Nischni Tagil, einem Industrie-Standort der Stahl-, Panzer- und Eisenbahn-produktion protestierte man gegen mangelnde Aufträge bei gleichzeitig sinkenden Löhnen. Vor der Zentralbank trafen

sich friedlich singende Frauen und wollten damit gegen den schwachen Rubel demonstrieren. Einheiten einer Sonder-polizei trieben sie auseinander. Die protestierenden Frauen gehörten zu den Verschuldeten, denen ein Rubel-Darlehen verweigert wurde. Mit welchen Strategien die russische Regierung die unzufriedenen Unternehmer beschwichtigen will, bleibt ein Rätsel und  Staatsgeheimnis. Befragte Unternehmer leiden unter Korruption (Bestechung und Bestechlichkeit), einem immer stärker werdenden Verwaltungsaufwand (Bürokratie) und wachsendem Protektionismus (Schutz einheimischer russischer Waren) gegen den Wettbewerb ausländischer Konkurrenz. Große Sorgen der russischen Unternehmer sind Kapitalmangel, hohe Investitionsrisiken (große Gefahren bei langfristigen Anlagen in neue Produkte), und die allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit. Grundsätzlich muß man in Rußland viel Geld und Zeit aufwenden, bevor man Geld verdienen kann. Wirtschaftliche Verbesserungen sind nur mit Putins Einverständnis möglch. Putin hört zwar vielen Ratgebern zu, trifft aber die Entscheidungen  

immer ganz allein.

Um der Europäischen Union (EU) einen Schlag zu versetzen, weil sie gegen Rußland Sanktionen verhängt hatte, gab Putin im Alleingang die geplante Schwarzmeer-Pipeline South Stream, ein wichtiges                                    Gasprom-Projekt, auf. Der durch Putin verursachte Niedergang der russischen Wirtschaft, ist eine reine machtpolitische Maßnahme, mit der er auch der leidenden russischen Bevölkerung den Boykott (Ächtung westlicher Produkte) entschuldigend erklärt.

Er erläutert: Die ausländischen Sanktionen und die russischen Gegensanktionen bieten die Chance, alle benötigten Produkte endlich in Rußland selbst herzustellen und die russische Industrie international wettbewerbs-fähiger zu machen; doch das Gegenteil ist eingetreten.

Die russischen Produkte werden durch staatliche Protektion (Schutz) und Subvention (zweckgebundener öffentlicher, d. h. staatlicher Zuschuß) vor ausländischer Konkurrenz geschützt. Anreize zur Modernisierung und Verbesserung von russischen Produkten gehen

verloren. Durch die Abschaffung der ausländischen Konkurrenz sinkt das heimische Waren-Angebot, die Preise steigen durch Verknappung des Warenangebots und steigender Nachfrage, die Qualität der verfügbaren Waren nimmt ab. Die Einfuhrbeschränkungen für westliche Hersteller und die Verpflichtung der russischen Bevöl-kerung zum ausschließlichen Kauf russischer Erzeugnisse betrifft die Landwirtschaft, die Rüstungsindustrie, den Maschinenbau, die Medizintechnik, Medikamente und Software. Erhält ein russisches Unternehmen von der russischen Regierung einen Staatsauftrag, sind die Kosten dafür im Jahr 2016 um durchschnittlich 40 Prozent gestiegen. Die Krise wird sich entschärfen, der Leidensdruck geringer werden, wenn endlich die verschlafenen Reformen angepackt werden. Dazu zählen die Öffnung der Märkte für Importe und Exporte von Produkten, die Liberalisierung (Aufhebung staatlicher Außenhandels-Beschränkungen), dieFlexibilisierung (die geschmeidige, veränderliche Beweglichkeit im Warenhandel). Patriotismus (Vaterlandsliebe) und Protektionismus(Schutz für einheimische Produkte und Schutzzölle auf ausländische Produkte) und Subventionierung (Unterstützung mit Hilfsgeldern) einheimischer Produkte müssen eingeschränkt bis aufgehoben werden. Die russische Staatskasse soll  

angeblich gut gefüllt sein. Von 100 Milliarden Dollar ist die Rede. Die normale russischeBevölkerung profitiert davon relativ wenig. Die Russen spüren die desolate Wirtschaftskrise immer deutlicher; und es besteht die Gefahr einer Revolte eines Teils der Bevölkerung, die zwei Dinge argwöhnisch beobachtet und verfolgt, nämlich die steigenden Preise und die sinkenden Einkünfte.

Dr. Ratio Nenstoff
 

 

Demontage der Rechtsstaatlichkeit Polens       Münster, 14.03.2016             

Polen ist noch nicht verloren,

aber das Recht ist in Gefahr;

Menschenrechte, die erkoren,

sind in Polen ziemlich rar.

Demokratie wird arg verletzt,

Stimmrechte teils aufgehoben,

Artikel 7 wird zerfetzt,

die EU kann man nicht loben.

Sanktionen werden verhängt,

obwohl sie nichts bewirken,

gute Laune wird versenkt,

es ist, wie bei den Türken.

Nutzen und Schaden wägt man ab

seitens der EU und Nato,

Strafen führen nur hinab,

es herrscht der Desperado.

Verzweifelt sind die Polen gar

über ihr Verfassungsgericht,

stellt es sich doch als Unrecht dar

bürgerfeindlich ganz und gar

und verliert sein gutes Gesicht;

Meinungsfreiheit wird beerdigt,

deutsche Hegemonie enttarnt,

Wahrheit wird jetzt abgefertigt,

die Regierung wird verwarnt;

kolonialisiert wird Polen,

Fremde Mächte sind am Werk,

Soll sie doch der Teufel holen,

Kaczynski bestellt gleich dieSärg‘.

EinlahmgelegterRechtsstaat                                                     

mit rechtsfreiem EU-Raum

ist eine gefährliche Saat

und kaum zu halten im Zaum.

Kaczynski ist voller Machtgier,

Das Recht wird eifrig demontiert;

es schadet dabei mir und Dir;

Kaczynski zeigt sich ungerührt,

mit einer Stärke, wie ein Stier;

so kann er noch lange leben

mit der Widersacher Schar,

an der Macht noch irre kleben,

nach Vollkommenheit nur streben,

voll und ganz in diesem Jahr.  

 

 

 

 

Rangordnung der elementaren, menschlichen Bedürfnisse/ Streben nach Wohlstand und Glück

1.   Zuerst müssen die physischen, d. h. leiblichen Bedürfnisse nach Nahrungs-Aufnahme und Getränken erfüllt werden.

2.   An zweiter Stelle steht die Versorgung mit einer guten Unterkunft und gesundheitlichen Fürsorge und Pflege.

3.   Danach muß das Bedürfnis nach Sicherheit und Unversehrtheit befriedigt werden.

4.   Darauf folgt das Bedürfnis nach Zugehörigkeit undLiebe.

5.   An fünfter Stelle steht das Bedürfnis nach Lob und Anerkennung.

6.   Zuletzt kommt das Bedürfnis nach Selbst-verwirklichung. Dies geschieht am besten inForm einer nonkonformistischen, ethischen Grundhaltung

und Gesinnung.

Nonkonforme, meist ideenreiche, originelle Menschen ergreifen die Initiative, weil sie die unzulängliche Welt mit ihren neuen Ideen verbessern wollen. Sie rütteln am unbeweglichen, fest eingefahrenen Status quo, weil sie in einer gerechteren und nicht in einer unfairen Welt leben wollen.

Initiative ergreifen und einen Wandel herbeiführen wollen, ist eine gefährlicheAufgabe.

Die deutsche Wiedervereinigung gründete auf der Unerschrockenheit vieler Nonkonformisten, die der Gewalt des DDR-Unrechtsregimes trotzten und die Wiedervereinigung auf friedlichem Wege herbei- führten. Nonkonformisten sind Menschen, die die Kluft zwischen

ihrer neuen Vision und der alten Realität überwinden wollen.

Die neue  Idee muß besser sein, als das alte Original. Originalität kann über die Kreativität zum Erfolg führen. Nonkonforme Menschen wollen der Eintönigkeit, der Uniformität, der Gleichschalterei ihres strapazierten Daseins entfliehen.

Konformität steht für Gleichförmigkeit, Ähnlichkeit und Übereinstimmung in den Ansichten, im Denken und im Handeln.

Konform ausgerichtete Menschen sind um Anpassung bemüht, und zwar in sozialer, politischer und religiöser Hinsicht. Sie legen eine, ihnen aufgezwungene, gleichgeschaltete, Geisteshaltung an den Tag.

Wer intelligent ist, lernt aus seinen alten Fehlern und merzt sie aus.

Nonkonformisten sind unbequeme Leute; sie machen anderen Menschen das Leben schwer um der besseren Idee willen; sie bringen die alte Ordnung durcheinander und widersetzen sich den Autoritäten. Sie sind sozusagen Rebellen.

Wer neue Ideen verwirklichen will, um ein altes Problem zu

verbessern und zu lösen, braucht in der Regel nonkon- forme Verbündete und Mitstreiter, um einen Chef-Widersacher in seiner oft starren Haltung zu überwinden.

Aufbegehrende Leute sollte man eher hochleben lassen, statt sie zu bekämpfen, wie es meistens geschieht.

Ein kritisierter Chef ist gut beraten, wenn er die Kritik an sich nicht abprallen läßt, sondern öffentlich beantwortet. Das ist allerdings eine sehr schwere, aber nützliche Aufgabe. Wenn er das nicht tut, verpaßt er womöglich Chancen zu einer friedlichen Einigung.

 Dr. Ratio Nenstoff